Bernd Meiers plötzlicher Tod – Am Freitag wollte er schon wieder beim Fußball sein
Ganz Fußballdeutschland ist immer noch schockiert vom Tod von Torwartlegende Bernd Meier. Dabei dachten alle, Meier befände sich nach einer Lebensmittelvergiftung wieder auf dem Weg der Besserung.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ging Meier in die Donauwörther Donau-Ries-Klinik, wo eine Lebensmittelvergiftung festgestellt wurde, die er sich wohl beim Sushi-Essen geholt hatte. Am Donnerstag schien es ihm dann schon wieder alles in Ordnung zu sein. Wie bild.de erfuhr, teilte er gegen 16 Uhr dem Torhüter seines Vereins TSV Burgheim mit, dass es ihm schon wieder besser gehe und dass er am Freitag beim Saisonstart dabei sein werde. Nur zwei Stunden später war Meier tot. Nun soll eine Obduktion die Todesursache Meiers klären.
Bereits vor zwei Wochen erlitt Meier bei einem Pokalspiel des TSV Burgheim einen Schwächeanfall, bei dem er über Schmerzen im Brustbereich klagte. Deshalb scheint im Moment ein Herzinfarkt wohl die wahrscheinlichste Todesursache zu sein, im Münchner Merkur werden noch eine Lungenembolie oder eine geplatzte Ader als weitere Möglichkeiten genannt.
Deutschlandweite Anteilnahme
Derweil reagiert der deutsche Fußballzirkus schockiert vom plötzlichen Ablebens des Aufstiegshelden der Münchner Löwen. Ex-Trainer Werner Lorant sagte der Internetseite „dieblaue24“: „Das trifft mich, er war doch noch so jung. Er war ein sehr guter Typ, er hat sein Zeug bei 1860 immer gemacht. Er war auch als Mensch überragend, mit ihm hattest du nie Ärger. Natürlich werde ich auf seine Beerdigung kommen.“
DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock wird wie folgt zitiert: „Wir sind fassungslos über diese traurige Nachricht und in Gedanken bei seiner Familie. Bernd Meier habe ich als immer gut gelaunten Menschen und außerordentlichen Fachmann kennengelernt. Durch seine offene, freundliche Art war er im Team äußerst beliebt. Als Torwarttrainer hat er seine langjährige Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben. So ist unsere Trauer auch verbunden mit großer Dankbarkeit.“
Auch Meiers zweiter großer Verein, die Borussia aus Mönchengladbach, reagiert fassungslos. Sportdirektor Max Eberl: „Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod ist ein großer Schock für mich. Ich habe Bernd sowohl menschlich als auch sportlich unheimlich geschätzt. Unser ganzes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.” Eberl spielte von 1999 bis 2002 zusammen mit Meier für die Fohlen.
1860 mit Trauerflor
Sein ehemaliger Verein 1860 München will beim heutigen Spiel gegen Jahn Regensburg mit Trauerflor antreten. Im Tor der Regensburger steht mit Michael Hofmann ein alter Weggefährte Meiers aus den gemeinsamen Münchner Zeiten, vier Jahre lang hüteten die beiden gemeinsam den Kasten der Löwen. „Das ist ein großer Schock für mich. Wir haben uns vor einem Jahr getroffen, als er Torwarttrainer in Burghausen war. Er wollte unbedingt noch mal was bei 1860 machen. Bernd war ein Super-Kollege,“ so Hofmann auf dieblaue24.
Meier hinterlässt seine Eltern, eine Schwester, sowie seine Lebensgefährtin Karin und deren zwei Kinder, um die sich Meier nach dem Tod des Ehemannes seiner Freundin immer rührend gekümmert hatte.
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