Als einziger schwäbischer Landkreis hat der Landkreis Donau-Ries ein positives Pendlersaldo. Das heißt, es pendeln mehr Menschen in den Landkreis als ihn wegen ihres Arbeitsplatzes verlassen. Das heißt aber auch, dass es einen Überschuss an Arbeitsplätzen gibt – der Landkreis war und ist ein attraktiver Standort für die Wirtschaft und somit für auch Arbeitnehmer.
 
Ein Blick in die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung zeigt, dass zum 30. Juni 2011 im Landkreis 53.043 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gezählt wurden. Sie wurden von 38.609 Landkreisbürgern und 14.434 Arbeitnehmern aus anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten besetzt. Das entspricht einer Einpendlerquote von 27,2 Prozent. Über 2.500 Männer und Frauen pendelten allein aus dem Landkreis Dillingen, rund 1.600 aus dem Ostalbkreis zu ihren Arbeitsplätzen in der Region.
Doch zugleich hatten nicht alle Landkreisbewohner einen Arbeitsplatz im Landkreis, auch hier gibt es deutliche Pendlerbewegungen. Über 11.000 Arbeitnehmer verlassen täglich den Landkreis, um anderswo zu arbeiten. Das entspricht einer Quote von 22,6 Prozent. Die wichtigsten Ziele hier sind die Stadt  Augsburg (1 786 Arbeitnehmer) und der Ostalbkreis mit 1.454 Arbeitnehmern.  
Betrachtet man die Zahlen der Ein- und Auspendler, so ergibt sich ein Plus von 3.179 Pendlern. Daher spricht man von einem positiven Pendlersaldo. Der ist im Landkreis Donau-Ries in den vergangene Jahren übrigens kontinuierlich gestiegen: Lag er 2005 noch bei 359  Arbeitnehmern, waren es 2008 bereits 1.273 und 2010 schon fast 2.500. Das ist nicht selbstverständlich für einen Landkreis mit überwiegend ländlicher Struktur. Ein Überschuss an Einpendlern ist typisch für kreisfreie Städte, Großstädte und Ballungsräume, in denen sich Unternehmen und Dienstleistungen konzentrieren und die daher viele Arbeitsplätze bieten. 
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis ist von 2010 auf 2011 um fast 2.000 gestiegen. Konstant hoch ist auch der Anteil der Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe mit fast 25.000 Beschäftigten. Dies und der solide Branchenmix im Landkreis Donau-Ries sind sicher ein Grund für die seit Jahren sehr niedrige Arbeitslosenzahl in der Region.  Angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung werden auch in Zukunft verstärkt Arbeitnehmer von außerhalb für die freien Arbeitsstellen im Landkreis gewonnen werden müssen.
Ziel des Landkreises ist es, dass sich wenigstens ein Teil dieser neuen Arbeitnehmer auch im Landkreis ansiedelt. Damit könnte zum einen dem prognostizierten demografischen Wandel entgegengewirkt werden, zum anderen tragen weniger Pendlerbewegungen auch zu einer Reduzierung der Autos auf den Straßen bei. Um das zu erreichen, wurde unter anderem die landkreisweite Imagekampagne mit Online-Magazin, Plakataktion, Kino- und Radiowerbung gestartet, um die Stärken und Vorzüge des Landkreises bekannt zu machen.

 

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