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Dr. Birgit Baier ist mit ihrem Notarztwagen im südlichen Landkreis unterwegs. (Bild: Mara Kutzner)
Dr. Birgit Baier ist mit ihrem Notarztwagen im südlichen Landkreis unterwegs. (Bild: Mara Kutzner)

10 aus 50: Auf ein Tässchen mit Dr. Birgit Baier

Auch im aktuellen blättle haben wir eine interessante Persönlichkeit aus dem Landkreis zum Gespräch getroffen. Notärztin Dr. Birgit Baier hat uns 50 Fragen beantwortet. 10 der 50 Fragen lest ihr nun auch hier. Das ganze Interview findet ihr im aktuellen blättle. 

1 Was trinken Sie, Tässchen Kaffee oder Tässchen Tee?

Eine große Tasse Milchkaffee.

2 Wo sind sie aufgewachsen?

Ich komme aus dem Allgäu. Genauer gesagt aus Durach bei Kempten.

3 Wie sind Sie dann in Donauwörth gelandet?

Zum Studieren war ich in Ulm, später praktizierte ich dann in Aalen. In Donauwörth wurde dann – damals noch im alten Krankenhaus – eine Stelle in der Inneren Abteilung frei. Ich habe mich dort vorgestellt und
habe den Arbeitsplatz bekommen.

4 Wie kam es dazu, dass Siedann Notärztin wurden?

Eigentlich war der Job mal zum Zeit überbrücken gedacht, weil ich eine Stelle im Bayerischen Wald bekommen habe. Aber die Arbeit als Notärztin war so cool, dass ich dabei geblieben bin.

5 Erklären Sie uns doch mal den Ablauf vom Anruf bei der 112 bis Sie dann bei der verletzten Person ankommen?

Wer bei der 112 anruft , kommt im besten Fall bei meinem Ehemann raus. Der arbeitet nämlich auf der Integrierten Leitstelle in Augsburg. Dort wird entschieden, wer zum Einsatzort kommt. Wenn ich gebraucht werde, geht mein Piepser. Über Funk wird dann durchgesagt, um was es ungefähr geht. Ich komme also nicht ganz ohne Hintergrundinfo zum Einsatzort. Manchmal stimmt es aber auch gar nicht oder man bekommt keine Info. Wenn zum Beispiel bei einem Betriebsunfall ein Mitarbeiter aus dem Büro oder der Pforte den Notruf absetzt und gar nicht erklären kann, was genau passiert ist.

6 Wegen welchen Krankheiten oder Verletzungen werden Sie am meisten gerufen?

Am häufigsten sind es Herzinfarkte oder deren Symptome, Schlaganfälle, Atemnot und Bewusstlosigkeit. Diese Krankheiten nehmen wohl zwei Drittel aller Einsätze ein. Nur ungefähr 5 % sind Verkehrsunfälle.

7 Sie müssen bei Ihren Einsätzen bestimmt innerhalb von Sekunden entscheiden was zu tun ist. Wie hoch ist der Druck, etwas falschzu machen – immerhin hängen oft Menschenleben davon ab?

Ja, das stimmt. Ich muss entscheiden, den Patienten zur richtigen Zeit in die richtige Klinik zu bringen. Wenn man aber Zeit hat, sich Gedanken zu machen, etwas falsch zu machen, hat man schon etwas falsch gemacht.

8 Ist der Landkreis im Bereich Notärzte gut ausgestattet oder unterbesetzt?

Ich würde sagen, gerade so ausreichend. Wir sind 16 Ärzte, die aber nicht immer einsatzfähig sind. In Nördlingen ist es noch etwas schwieriger als in Donauwörth. Aber es gibt auch Standorte in Bayern, die weitaus schlechter besetzt sind, als wir. Aber keiner braucht Angst zu haben, dass kein Notarzt kommt.

9 Was tun Sie selbst, um fit und gesund zu bleiben?

Ich zehre von meinen Genen, treibe Sport, verzichte auf Zucker, rauche nicht und trinke nur sehr wenig Alkohol.

10 Können Sie unseren Lesern noch einen Gesundheitstipp geben, damit alle gut in den Frühsommer starten?

Haben Sie auch ein Gefahrenbewusstsein im Straßenverkehr. Halten Sie die Augen offen und schauen Sie auch nach hinten, bestehen Sie nicht immer auf Ihre Vorfahrt, wenn man dadurch einen Unfall verhindern kann und halten Sie Abstand zum Vordermann. Aber auch im Alltag gibt es Gefahren, die man beachten sollte. Ältere Leute sollten bitte Stolperfallen in der Wohnung vermeiden und nachts das Licht einschalten, wenn sie zur Toilette gehen. Bleiben´s einfach gsund, dass wir uns beruflich nie begegnen!

 

 

 

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.
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