3. Dezember 2018, 08:00

Der ERC "Waldseebiber" Monheim

Bild: DRA
Im gesamten Landkreis Donau-Ries gibt es nur einen einzigen Eishockey- und Rollschuhclub: Den ERC „Waldseebiber“ Monheim. Im April 2010 wurde der Verein gegründet und zählt mittlerweile 57 Mitglieder. Holger Rosenwirth aus Monheim ist der 1. Vorsitzende der „Waldseebiber“ und seit der Geburtsstunde des Vereins mit dabei. Seit diesem Jahr sind die Biber aus der Jurastadt nun sogar fester Bestandteil des Schwabencups 2. Mit dem Winter beginnt nun auch wieder die Eishockey-Saison.

Schon in seiner Jugend hat Holger Rosenwirth mit seinen Freunden auf dem Waldsee in Monheim Eishockey gespielt. „Wenn es im Winter kalt genug war um Eishockey zu spielen, dann waren wir eigentlich täglich auf dem Eis“, erzählt Rosenwirth. Im Laufe der Jahre wurde es aber zunehmend mühseliger, den Waldsee optimal zu präparieren. Daher suchten sich der 33-jährige Monheimer und andere Eishockey-Begeisterte aus der Region im Jahr 2009 eine alternative Spielstätte. Fortan wurde auf dem Natureisplatz in Wemding trainiert und auch schon die ersten Freundschaftspartien gegen andere Amateurmannschaften gespielt.

Im April 2010 erfolgte dann die offizielle Gründung der ERC „Waldseebiber“ Monheim. Seitdem ist der Verein stetig auf Wachstumskurs und zählt mittlerweile 57 Mitglieder. Rund 20 davon spielen aktiv in der ersten Mannschaft der Biber. Dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, zeigen auch die sportlichen Anfänge der Mannschaft aus Monheim:

„Unser erstes Freundschaftsspiel gegen die EC Hornissen aus Stadtbergen haben wir in Burgau mit 10:1 verloren“, lacht der 33-Jährige.

 

Modus: Jeder-gegen-Jeden Mittlerweile spielen die Waldseebiber im Schwabencup. Zusammen mit acht weiteren Mannschaften bestreiten die Biber in dieser Saison den Ligabetrieb. „Bei den anderen Mannschaften handelt es sich um Augsburger Teams“, erklärt der 33-jährige Vorstand aus Monheim. Gespielt wird daher auch in den Eishockeystadien in Augsburg, zum Beispiel auf einer Nebenbahn des Curt-Frenzel-Stadions, in Königsbrunn oder in Haunstetten. Im Modus Jeder-gegen-Jeden stehen sich die Mannschaften jeweils in einem Heim- und einem Auswärtsspiel gegenüber. Ein solider Platz im Mittelfeld wurde in der vergangenen Saison in der Datschiburger Eishockey-Liga, kurz DBEL, erreicht. Seit der Saison 2013/14 haben die Biber aus Monheim in dieser Liga gespielt.

Insgesamt 30 „Eiszeiten“, so nennt man im Fachjargon die Zeit, die man auf dem Platz verbringt, haben die Mannschaftspieler der Waldseebiber in der kommenden Saison 2018/2019. Reibereien auf dem Platz gibt es natürlich auch in der Hobbyliga, doch wesentlich harmloser als im Profi bereich. „Auf dem Eis kann es schon richtig zur Sache gehen“, erklärt Holger Rosenwirth.

„Eine gewisse Aggressivität gehört natürlich schon zur Mentalität des Sports“, so der 33-jährige Monheimer.

 

Ende Oktober sind die ersten Ligaspiele der ERC „Waldseebiber“ gestartet. Wer mehr über die Biber erfahren möchte, kann einfach die Facebook-Seite der ERC „Waldseebiber“ Monheim besuchen oder unter www.schwabencup.de die Spielergebnisse verfolgen.

Info

Wissenswertes über Eishockey:

• Eine Mannschaft besteht aus jeweils 5 Feldspielern und einem Torwart.

• Bei jeder Spielunterbrechung wird die Uhr angehalten, daher dauert ein Spiel etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.

• Auch in der Amateurliga ist eine vollständige Schutzausrüstung für jeden Spieler Pflicht, seit dem Jahr 1980 besteht für alle Spieler Helmpflicht.

• Ein Spiel besteht aus drei Dritteln mit je 20 Minuten.

• Der Eishockey-Puck war einst ein Ball.

Jennifer Wagner
Jenny Wagner , Donau-Ries-Aktuell

Volontärin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.
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