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(Bild: DRA).

Braucht Rain ein Gemeindeentwicklungskonzept?

Am vergangenen Dienstag tagte in Rain der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung. Diskutiert wurde, ob die Stadt Rain in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung ein Gemeindeentwicklungskonzept für ihre Stadtteile und Weiler benötigt. 

Rain – Julia Geiger und Lothar Birzle vom Amt für ländliche Entwicklung stellten gestern den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtentwicklung der Stadt Rain das sogenannte Gemeindeentwicklungskonzept vor. Ein Konzept das in Abstimmung mit den Bürgern ortsteilübergreifend Maßnahmen vorsieht, um die Entwicklung der einzelnen Ortsteile voranzubringen. Beleuchtet werden bei diesem Konzept auf kurz- oder langfristige Sicht verschiedene Themen, wie zum Beispiel die Wohnsituation, die Infrastruktur oder soziale Aspekte. Laut Julia Geiger vom Amt für ländliche Entwicklung sei eine flexible Gestaltung der Maßnahmen möglich, sodass Schwerpunkte individuell gesetzt werden können. Die Kosten für ein Gemeindeentwicklungskonzept richten sich natürlich nach dem Angebot, 75 % werden aber laut Geiger vom Amt gefördert. Besonders wichtig sei es aber laut Julia Geiger, dass „die Stadt die Bürger motivieren“ kann. Damit so ein Konzept greift, müssen laut dem Amt für ländliche Entwicklung verschiedene Arbeitskreise gebildet werden.

Zusammenarbeit mit den Bürgern notwendig

Bürgermeister Gerhard Martin wies im Anschluss an den Vortrag auch auf die Verantwortung hin, die solch ein Gemeindeentwicklungskonzept mit sich bringe: „Wir müssen uns die zwingenden Rahmenbedingungen diesen Vertrages bewusst machen“. Und wies vor allem auf die Frage hin, wie eine Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen und den Bürgern aussehe: „Wie kann sich der Stadtrat einbringen und die Bürger in diesen Prozess mitnehmen?“ Klar ist aber, dass durch verschiedene Arbeitskreise mit Bürgern Lösungsvorschläge für die Maßnahmen erarbeitet werden sollen. „Die Bürger wissen am besten, was für ihren Stadtteil das Beste ist“, so Bürgermeister Gerhard Martin.

Stadträtin Eva-Maria Weber, Bürger- und Mittelstandsblock, betonte, dass es vor allem wichtig sei, dass Bürger „aus unterschiedlichen Gruppierungen“ an diesem Prozess beteiligt sind. „Der Weg geht nur über die Leute, und nicht ohne“, so Weber. Ruth Thrä-Mayer von der Wählervereinigung Rainer Stadtteile ist überzeugt, dass das „Gemeindeentwicklungskonzept das richtige Instrument ist“. „Wir können nicht von oben herab irgendwelche Projekte vorschlagen“, so Thrä-Mayer. Auch Claudia Marb, CSU, ist überzeugt vom Konzept: „Wir sehen das genauso positiv“. Weist aber auch auf die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung hin: „Eine gute Begleitung ist wichtig“.

Eine endgültige Entscheidung, ob die Stadt Rain ein Gemeindeentwicklungskonzept für ihre Stadtteile und Weiler benötigt, fällt der Stadtrat Rain in den kommenden Wochen. Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung hat sich aber einstimmig für einen Empfehlungsbeschluss entschieden.

Über Jenny Wagner

Volontärin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.