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Mit dem Sprachlotsenprojekt hat der Landkreis Donau-Ries ein einmaliges Projekt zu Integration, Willkommenskultur und Fachkräftesicherung gestartet. Das Projekt wurde im August 2015 gestartet und endet voraussichtlich im Juli 2018 (Bild: Kolping Bildungswerk Donauwörth).

Donauwörth: Projekt „Sprachlotse“ vor dem Ende?

Mit dem Sprachlotsenprojekt hat der Landkreis Donau-Ries ein einmaliges Projekt zu Integration, Willkommenskultur und Fachkräftesicherung gestartet. Das Projekt hat im August 2015 begonnen und endet voraussichtlich im Juli 2018. Der Ausschuss für Familie, Soziales, Schule, Sport und Kultur hat in der Sitzung am vergangenen Dienstag über die Notwendigkeit und die Verlängerung des Projektes gesprochen. 

Donauwörth – Das von Landkreis und Staatlichem Schulamt Donau-Ries initiierte Sprachlotsenprojekt entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum Erfolgsprojekt. Während des Schuljahrs 2016/2017 wurden 42 Schülerinnen und Schüler betreut. Doch aller Voraussicht nach sind die Fördermittel beim Bayerischen Finanzministerium nun ausgeschöpft und so würde auch das Sprachlotsenprojekt im Juli 2018 ein Ende finden. Regionalmanager des Landratsamt Donau-Ries Klemens Heininger stellte den Mitgliedern des Ausschusses am vergangenen Mittwoch das Konzept des Projektes und dessen Notwendigkeit vor.

Betrachtet man die Altersstruktur der ausländischen Bevölkerung im Landkreis, so stellt die Gruppe der 0-16 Jährigen mit 12% die zweitstärkste Gruppe neben den Erwerbstätigen in der Altersgruppe 25-55 Jahre dar. Die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund in Einrichtung der frühkindlichen Bildung und den Schulen des Landkreises wächst. Für das Schuljahr 2017/2018 wurden von den Kindertageseinrichtungen aufgrund der dort durchgeführten Sprachstandserhebung bei insgesamt 181 Kindern mit Migrationshintergrund die Teilnahme an einem Vorkurs empfohlen. Ziel des Sprachlotsenprojektes in Kindertagesstätten ist den Wortschatz, Grammatik und die Sprechfreude der Kinder zu erweitern, den Wert von Sprache zu vermitteln und Kinder zum Sprechen anzuregen.

Konzept „Sprachlotse“ auch in Kitas 

Das neue Konzept „Sprachlotse“ soll ab September 2018 starten und sowohl an Schulen und Kindertageseinrichtungen stattfinden. Besonders Einrichtungen mit Schwerpunkt Integration sollen in das Programm aufgenommen werden. Die geschätzten Eigenmittel sollen sich auf 81.000 Euro belaufen. Der Ausschuss für Familie, Soziales, Schule, Sport und Kultur empfiehlt daher dem Kreisausschuss das Erfolgsprojekt „Sprachlotse“ fortzuführen und die Personalstunden zu verdoppeln. Außerdem wird empfohlen, dass das Projekt auf die Kindertagesstätten ausgeweitet wird.

Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner (CSU) befürwortet die Verlängerung des Projektes: „Ich denke schon auch, dass wir dieser Aufstockung positiv gegenüber stehen sollten.“ Christoph Schmid (SPD) stehe dem Projekt zwar positiv gegenüber, sieht aber die Verantwortung nicht beim Landkreis: „Wir müssen bedenken, dass es eigentliche eine Landesaufgabe ist. Aber wir wissen alle von der Notwendigkeit.“ Landrat Stefan Rößle betonte: „Dieses Projekt ist nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern schon ein wichtiger Beitrag“.

Sprachlotse – nach wie vor ein Erfolgsprojekt

Über Jennifer Wagner

Volontärin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.