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Startpunkt Donau-Ries-Aktuell Redaktion (Bild: DRA)

Entlang der Romantischen Straße von Harburg nach Donauwörth

Für unser blättle Jahresthema reise ich in sechs Etappen entlang der Romantischen Straße durch den Landkreis Donau-Ries. Für jede Etappe wähle ich ein anderes Verkehrsmittel. Jetzt im Sommer ging es auf der Vespa von Harburg nach Donauwörth.

Die Vespa ist ja der Kultmotorroller schlechthin. Sie wurde 1946 von dem italienischen Unternehmen Piaggio auf den Markt gebracht und hatte damals den Spitznamen „Paperino“ – das Entchen. Bei Vespa denke ich auch immer gleich an gelato, espresso, amore,… wie gut, dass mein Mann noch seine Vespa aus Jugendtagen im Schuppen stehen hat. Die haben wir uns flott gemacht, einen Picknickkorb gepackt und sind bei herrlichstem Sonnenschein losgedüst.

Startpunkt Donau-Ries-Aktuell Redaktion
Die Tour haben wir vor der Donau-Ries-Aktuell Redaktion in Harburg gestartet. Von dort aus ging es erst einmal steil bergauf in Richtung Kratzhof. Das alte Gefährt hat zwar etwas gekeucht, uns aber trotzdem brav den Berg hinauf befördert. Wir haben uns die Zeit genommen kurz anzuhalten, und den Blick auf die Harburg zu genießen. An Mündling vorbei ging die Fahrt weiter zum Mündlinger Bahnhof. Dort zweigt die Romantische Straße rechts ab und an Gunzenheim vorbei Richtung Kaisheim.

Picknick an der Gump (Bild: DRA)

Picknick bei der Gump
Auf dem Weg liegt die „Gump“ und damit einer der schönsten Picknickplätze den ich im Landkreis kenne. Dort haben wir dann auch erst einmal Rast gemacht und uns die mitgebrachten Leckereien schmecken lassen. Um die Entstehungsgeschichte dieses landschaftlich wunderschön gelegenen Weihers rankt sich eine Sage, die Tatsächliches mit Erfindung mischt. Auf jeden Fall ist die Gump eine geologische Besonderheit und mehr zu ihrer Entstehung könnt ihr selbst nachlesen auf der am Picknickplatz angebrachten Infotafel.

Auf dem weiteren Weg nach Kaisheim sind wir auch am Heidebrünnl vorbei gekommen. Das ist eine kleine Kapelle oberhalb Kaisheims, deren goldenes Zwiebeltürmchen in der Sonne schimmert. Auch hierzu gibt es eine Geschichte: Einst stand im Altvatergebirge eine namens- und baugleiche Kapelle, die im Jahr 1946 durch einen Blitzschlag nieder brannte. Der im Altvatergebirge geborene Kaisheimer Ehrenbürger Ernst Seifert hatte damals seiner Mutter versprochen, die Kapelle neu zu errichten. Dieses Versprechen löste er 2004 mit dem Bau des Heidebrünnls ein.

Klosterkirche des ehemaligen Kloster Kaisheim (Bild: DRA)

Verschnaufpause in Kaisheim
Nach dem Heidebrünnl hat uns die Vespa fix den Berg hinunter in die Ortsmitte von Kaisheim gebracht. Zeit für eine kleine Erfrischung im Biergarten, Reisende haben die Wahl zwischen dem Freisitz des Hofwirts oder dem Biergarten der Kleinkunstbrauerei Thaddäus. Wenn man dann gerade eh schon vor Ort ist, sollte man sich den prächtigen Kaisersaal im ehemaligen Kloster Kaisheim anschauen. Neben diesem beherbergt das heute als Justizvollzugsanstalt genutzte Gebäude auch die interessante Dauerausstellung „Hinter Gittern“.

Etappenziel Donauhafen (Bild: DRA)

Eiskaffee in Donauwörth
Von Kaisheim aus führt die Romantische Straße über die B2 weiter in die Große Kreisstadt Donauwörth. Also haben wir uns wieder auf die Vespa geschwungen und sind losgedüst, um uns einen der schönsten Straßenzüge Nordschwabens anzuschauen, die Donauwörther Reichsstraße. Um das ganze auch so richtig auf die italienische Art zu genießen, haben wir uns ein Plätzchen beim Liebfrauen Münster in der Eisdiele gesucht und einen stattlichen Eiskaffee genossen. Beendet haben wir unseren Ausflug dann am neu gestalteten Donauhafen.

 

Über Verena Gerber-Hügele

Chefredakteurin. Hat die Oberaufsicht übers blättle. Macht am liebsten Reportagen, Reiseberichte und Interviews. Auch verantwortlich für Art Direction und Freihandzeichnungen im blättle. Naturverbunden, hält sich zu Hause einen halben Bauernhof.