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Jetzt im Frühjahr erwacht der Heilpflanzen- und Gewürzkräutergarten in Donauwörth wieder zu neuem Leben. Ein Besuch lohnt sich! (Bild: DRA)

Heilpflanzen- und Gewürzkräutergarten in Donauwörth

In unserem blättle stellen wir in der Rubrik „Bin im Garten“ immer wieder öffentliche oder private Gärten aus unserer Region vor und geben Tipps zur jeweiligen Gartensaison. Für das aktuelle Heft (März/April 2017) habe ich den öffentlichen Heilpflanzen- und Gewürzkräutergarten in Donauwörth besucht und mich mit Gärtnermeister Franz Gruber unterhalten:

Donauwörth – Der Heilpflanzen- und Gewürzkräutergarten in Donauwörth steht jedem offen und lädt Bescuher ein, die dort angepflanzten Kräuter zu entdecken, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken. Er liegt frei zugänglich hinter dem Käthe-Kruse-Puppen-Museum zwischen Freilichtbühne und ehemaligem Eisenbahntunnel.

Jede Pflanze ist auf einer Infotafel genau beschrieben. (Bild: DRA)

Geplant und angelegt wurde der Garten vom Gärtnermeister der Stadt Donauwörth, Franz Gruber. Er erklärt mir, wie es zur Idee dieses Kräutergartens kam: „Die Anfänge liegen in einem Küchenkräutergarten, den ich vor rund 10 Jahren am Färbertörl angelegt hatte. Dieser befand sich allerdings auf privatem Grund und als der Pachtvertrag nicht verlängert wurde, kam die Idee auf, die bislang nicht genutzte Grasfläche zwischen Promenade und Käthe-Kruse-Puppen-Museum für eine neue Kräutergartenanlage zu nutzen. In dem ersten Garten am Färbertörl hatte ich eine Vielzahl an Küchenkräutern angepflanzt. Die Idee dahinter war, den Menschen die Vielfalt an Kräutern zu zeigen. Vom Salbei zum Beispiel gibt es ja viele unterschiedliche Sorten. Außerdem wollte ich den Leuten die Möglichkeit geben, neue Kräuter zu entdecken und auch zu sehen, wie die ganze Pflanze aussieht – und ich wollte die Gelegenheit bieten, die Kräuter einmal im frischen Zustand zu probieren und nicht nur die getrocknete Variante aus der Tüte. Am neuen Standort zwischen ehemaligem Eisenbahntunnel und Freilichtbühne habe ich etwas mehr Platz und so konnte ich neben Küchenkräutern auch eine ganze Reihe an Heilpflanzen setzen.“

Die Pflanzen des Gartens sind thematisch in verschiedene Gruppen zusammengefasst. Zu jeder Gruppe gibt es eine allgemeine Erklärungstafel und zusätzlich eine Infotafel zu jeder Pflanze. Damit ist es ein Garten zum ’selbst entdecken‘. Spezielle Führungen gibt es nicht, allerdings machen Kindergartengruppen und Schulklassen mittlerweile Exkursionen dorthin. „Der Garten wird sowohl von Einheimischen als auch von Besuchern gut angenommen, ich bekomme durchweg positive Rückmeldungen“, sagt Franz Gruber.

Die Pflanzen sind nach Einsatzgebiet und Wirkungsweise gruppiert. (Bild: DRA)

Natürlich war bis zum Entstehen des Gartens etwas Vorplanung nötig: „Zuerst musste ich die Genehmigung der Stadt einholen, dass ich den Kräutergarten anlegen darf. Dann ging es an die Planung, die Auswahl der Pflanzen, die Frage, wie ich sie gruppiere. Dann habe ich angepflanzt. In einer Ecke wachsen zum Beispiel ganz viele verschiedene Minzsorten.“ Andere Pflanzen sind nach Einsatzgebiet oder Wirkungsweise gruppiert. Toll ist, dass man vor Ort nicht nur schauen und riechen, sondern auch gleich probieren kann. Man zupft Kräuterblättchen ab und zerreibt sie zwischen den Fingern, sofort entfaltet sich der Duft. Wenn man probiert, schmeckt Minze scharf-würzig, Stevia süß, Lavendel dagegen etwas seifig. Natürlich darf sich jeder an den Kräutern bedienen, sei es für den eigenen Gebrauch in der Küche oder um sich einen Tee zu brühen.

Gerade jetzt im Frühjahr gibt es viel zu entdecken, da der Garten wieder zu neuem Leben erwacht. Ein Besuch lohnt sich über den ganzen Sommer bis spät in den Herbst hinein.

Über Verena Gerber-Hügele

Chefredakteurin. Hat die Oberaufsicht übers blättle. Macht am liebsten Reportagen, Reiseberichte und Interviews. Auch verantwortlich für Art Direction und Freihandzeichnungen im blättle. Naturverbunden, hält sich zu Hause einen halben Bauernhof.