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(Bild: DRA)

Hesselbergbahn: Strecke Nördlingen – Dombühl könnte reaktiviert werden

Für die seit 30 Jahren stillgelegte Bahnstrecke von Nördlingen über Wallerstein, Marktoffingen, Fremdingen, Willburgstetten und Dinkelsbühl nach Dombühl gibt es nun eine neue Chance: Ein Investor interessiert sich für den Abschnitt der „Hesselbergbahn“. 

Nördlingen/Donauwörth – In Sachen Reaktivierung der Hesselbergbahn tut sich seit einigen Tagen wieder etwas: Vor zwei Wochen gab es einen gemeinsamen Termin mit den Landräten von Donau-Ries und Ansbach, dem Oberbürgermeister von Dinkelsbühl und Willburgstetten. Die Ergebnisse stellte Landrat Stefan Rößle nun dem Verkehrsausschuss bei seiner jüngsten Sitzung vor.

Eine neue „Fahrgastpotentialanalyse“, die der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) vor Kurzem durchführte, brachte ein höheres Ergebnis als die bisherigen Berechnungen. Für die Gesamtstrecke Dombühl – Nördlingen werden nun 920 Fahrgäste prognostiziert. Für den fränkischen Abschnitt Dombühl – Dinkelsbühl werde er Wert von 1.000 Fahrgästen weiterhin überschritten, im Abschnitt Dinkelsbühl – Nördlingen wird der Wert nicht erreicht.

Investor zeigt Interesse für die Nordstrecke

In der Verkehrsausschusssitzung wurde auch bekannt, dass ein privater Investor „großes Interesse“ an einem Betrieb der  Nordstrecke habe. Dieser erwarte keine Zuschüsse der Kommunen und würde die einmaligen und laufenden Kosten selbst tragen –  für die Kommunen und Landkreise fallen nur Kosten für eventuelle Park&Ride-Plätze an.

Gegenwärtig befindet sich der Abschnitt Nördlingen – Willburgstetten im Besitz des Zweckverbandes „Romantische Schiene“, der Abschnitt „Wilburgstetten – Dombühl“ im Besitz der Deutschen Bahn, beide noch verpachtet an den Bayern Bahn GmbH.

Straka: Es geht um die Hesselbergbahn als Ganzes

Dass diese Neuigkeiten nun in der Ausschusssitzung vorgestellt wurden empfindet Ursula Straka (SPD) als „empörend“. Sie ist verärgert, weil der zweite Strecken-Ast von Nördlingen über Oettingen und Wassertrüdigen nach Gunzenhausen, über den seit lange diskutiert wird, in den Ausführungen keine Beachtung geschenkt wurde. Straka sieht den Raum um Oettingen als „stiefmütterlich behandeltes Gebiet im Landkreis“, welches man ohne  Anbindung nach Mittelfranken abkoppeln wolle.

Landkreis will Buskonzept entwickeln

Für den Fall, dass die Strecke nach 30 Jahren tatsächlich wieder reaktiviert wird, muss sich der Landkreis Gedanken um ein Buskonzept für das nördliche Ries machen. Parallelen Bus- und Bahnverkehr wird es dann nämlich nicht geben. Besonders Schüler die aus den Dörfern nach Nördlingen oder Oettingen zur Schule fahren, werden dann einen neuen Schulweg haben. Der Landkreis will nun ein Buskonzept entwickeln und dafür Mittel im Haushalt einplanen – auch für den Streckenast Nördligen – Oettingen – Wassertrüdigen – Gunzenhausen – Pleinfeld.

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.