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Seit dem Schuljahr 2017/2018 Anfang September ist die Realschule in Wallerstein im Besitz eines 3D-Druckers (Bild: Jennifer Wagner).

Hightech hinter alten Mauern

Seit Anfang September diesen Jahres besitzt die Maria-Ward-Realschule in Wallerstein einen 3D-Drucker. Eingesetzt wird der Drucker im Wahlfach CAD. 

Wallerstein – Einen sehr traditionellen ersten Eindruck hinterlässt die Realschule Maria-Ward in Wallerstein. Doch was sich hinter dem alten Gemäuer versteckt, ist alles andere als traditionell. Seit Anfang September gehört zum Equipment der Schule auch ein 3D-Drucker, den die Stiftung der Firma Ohnhäuser aus Wallerstein gesponsort hat.

Der 3D-Drucker steht den Schülern des Wahlfaches CAD in einem gesonderten Raum zur freien Verfügung (Bild: Jennifer Wagner).

Johannes Maurer, Lehrer für Mathematik und Physik an der Maria-Ward-Realschule, erklärt, dass die Handhabung des Druckers eigentlich recht simpel sei. Das Filament, also das Material mit dem der Drucker arbeitet, wird in wenigen Minuten auf Knopfdruck auf mehr als 200°C erhitzt. Wie eine feine Heißklebepistole druckt dann das Gerät in hunderten dünnen Schichten das Objekt, das die Schüler vorher am Computer konstruiert haben. Knapp 40 Schüler haben sich in diesem Schuljahr für das Wahlfach CAD an der Maria-Ward-Realschule in Wallerstein entschieden. „Natürlich ist die Begeisterung bei allen Jugendlichen sehr groß“, so Maurer.

Große Begeisterung bei den Schülern 

„Schnelligkeit ist leider nicht die größte Stärke eines 3D-Druckers“, lacht der Lehrer. „Mancher Druckauftrag kann schon mal den ganzen Vormittag, also 4-5 Stunden, dauern“, so Johannes Maurer.  „Die Schüler starten dann meist schon vor Unterrichtsbeginn den Druckauftrag. In der großen Pause oder zwischen den Stunden schauen die Jugendlichen dann natürlich immer ganz eifrig nach dem aktuellen Stand“, erzählt Maurer.

Für den kleinen Roboter, dem Logo der Firma Ultimaker, hat der Drucker circa 45 Minuten benötigt (Bild: Jennifer Wagner).

Der wichtigste Vorteil dieses Druckers sei, dass „hier die Schüler die Möglichkeit haben ihre gezeichneten Konstruktionen am Computer tatsächlich auch anzufassen und nicht nur am Computer ansehen zu können“, so Maurer. Besonders wichtig ist es dem Lehrer, dass die Jugendlichen sich mit Dingen auseinandersetzen, die die Lebenswirklichkeit der Schüler interessiert. „Mit dem 3D-Drucker ist es möglich, Handyhalterungen oder -hüllen problemlos auszudrucken“, erläutert der Mathematiklehrer. Auch Farbe und Material des Filaments können variiert werden, sodass eine unendlich große Vielzahl an Möglichkeiten entstehen.

Zukunftsdenken an der Maria-Ward-Realschule 

Johannes Maurer denkt aber sogar noch einen Schritt weiter: „Wichtig ist es bei der Arbeit mit dem Drucker besonders exakt zu arbeiten, denn der 3D-Drucker arbeitet genau nach den Zahlen, die der Schüler am PC eingibt.  Auch im späteren Berufsleben müssen die Schüler in, z.B. handwerklichen Berufen millimetergenau messen. “

 

 

Über Jennifer Wagner

Volontärin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.