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Michael W. (rechts) will als BND-Mitarbeiter und Ex-Agentenführer nicht fotografiert werden.

James Bond gab sich die Ehre

Ausstellung P-Seminar Gymnasium Donauwörth „Geheimdienst – Mythos vs. Realität“

Donauwörth – James Bond, das Bourne Universum oder die Filme der Mission: Impossible Reihe – Geheimagentenfilme erfreuen sich großer Beliebtheit, locken ein Millionenpublikum in die Kinos und erzielen Einspielergebnisse in Milliardenhöhe. Mit der Realität haben sie meist jedoch wenig zu tun; beeindruckende Spezialeffekte, viel Action und eine nicht selten bis in die Lächerlichkeit überzogene Handlung schaffen keine klare Distanz zwischen Actionfilm und Wirklichkeit.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Projektseminar des Gymnasiums Donauwörth unter dem Leitfach Geschichte zum Ziel gesetzt, eine klare Unterscheidung zwischen Mythos und Tatsachen in der Welt der Geheimdienste vorzunehmen. Nach einer intensiven Inputphase, monatelangen Recherchen und einer kreativen Konzeptionsphase konnte das P-Seminar unter Leitung von Seminarleiterin Philumena Reiser nun in der Donauwörther Stadtbibliothek eine interessante Ausstellung zum Thema „Geheimdienst – Mythos versus Realität“ zeigen.

Für die Gäste der Vernissage hatten die Schüler ein spannendes, jedoch ebenso kurzweiliges Programm vorbereitet: Neben den Grußworten von Studiendirektor Auinger und Bürgermeister Armin Neudert,  die beide die seit Jahren sehr gut funktionierende Kooperation mit der Stadtbibliothek lobten, führte Seminarsprecher Felix Forster in das Thema „Geheimdienste“ ein. Als besonderes Highlight hatten sie ein „Couchgespräch“ mit einem ehemaligen BND-Agentenführer, der eigens aus Berlin anreiste organisiert. Die Schüler Fabian Kapfer und Laurin Strobl hatten sich vorbereitet und fragten den BND-Mitarbeiter zu interessanten Fragestellungen aus. Er räumt gleich mit dem Mythos auf, dass man ihn mit James Bond vergleichen könnte, denn Michael W. – der nicht fotografiert werden will – warb Agenten an und führte Informanten. Darum geht es nämlich in der Hauptsache, sagt er, dass wir Informationen für die Bundesregierung beschaffen und dass der BND kein Geheimdienst, sondern ein Nachrichtendienst sei, der jedoch sehr wohl mit ausländischen Geheimdiensten zusammenarbeite. Die Informanten würden in keiner Weise gezwungen, jedoch müsste man bei dieser verdeckten Tätigkeit  oftmals die Identitäten wechseln, bis zu 20 verschiedene Identitäten hatte er im Laufe seiner aktiven Zeit als Agentenführer. Michael W. ist Familienvater, verheiratet und hat zwei Töchter, die erst im Erwachsenenalter davon erfuhren, welchen Beruf der Vater wirklich ausübt und das dann ziemlich „cool“ fanden.

Das Kammermusikensemble Musica Annensis umrahmte mit passenden Filmmusk-Interpretationen zum Beispiel aus „Der Pate“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ die gelungene Ausstellungseröffnung.

Noch bis zum 29. März noch in der Stadtbibliothek Donauwörth zu den gewohnten Öffnungszeiten zu sehen: Montag, Mittwoch,Freitag 13.00-18.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9.00-13.00 Uhr, und jeden 1. Samstag eines Monats von 9.00 – 13.00 Uhr.

 

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