3. Mai 2018, 09:06

Käthe-Kruse-Puppen-Museum präsentiert Sonderausstellung

Auf dem Bild zu sehen von links Käthe-Kruse-Sprecherin Katalin von Hagen, Puppendoktor Marion Hohmann und Museumsleiter Thomas Heitele . Bild: Daniela Graf
2014 traf die Stadt Donauwörth zusammen mit der Käthe Kruse GmbH die „enorme Entscheidung“ die Sammlung von Tiny Riemersma aus Den Helder (Niederlande) käuflich zu erwerben. Nach der erfolgreichen Ausstellung im letzten Jahr „Mein Liebling Däumlinchen ... feiert 60. Geburtstag“ wurde 2018 das Augenmerk auf die Sammlung Riemersma gelegt. Bis zum 30. September 2018 wird die Sonderausstellung "Schätze aus der Sammlung Riemersma" im Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth gezeigt.
Donauwörth - Museumsleiter Thomas Heitele dankte seiner Vorgängerin Gudrun Reißer, der Käthe Kruse GmbH und den vielen Puppenliebhabern, die von überall her angereist waren. In seiner Funktion als Museumsleiter war Thomas Heitele im Jahr 2012 auf der Suche nach weiteren „Sammlungen von Käthe Kruse“ und stieß auf das Museum in Den Helder, welches geschlossen werden sollte. Die Anfrage einen Teil zu kaufen, lehnte Tiny Riemersma ab. Ein Jahr später schaltete sich die Käthe Kruse GmbH ein, die Sammlung müsse gerettet werden und die GmbH übernehme ein Drittel der Kosten.
Die Stadt Donauwörth zeigte nach Rücksprache großes Interesse und 2014 wurde ein Wertgutachten erstellt. Ganze 1,1 Millionen Euro wurden veranschlagt. Doch es kam anders: Tiny Riemersma hatte zwar mit dem hohen Betrag gerechnet, bot aber an, die Sammlung, sollte sie komplett nach Donauwörth gehen, für 500.000 Euro zu veräußern. Am 24. November 2014 wurde der Kaufvertrag besiegelt und schon fünf Tage später traf die Sammlung in Donauwörth ein. Die städtischen Museen Donauwörths verwalten nun die weltweit größte und einzige nahezu vollständige Sammlung an Exponaten Käthe Kruses. „Aber es gibt noch Lücken zu schließen und die Stadt hat großes Verständis“, so Thomas Heitele.
Mit dem Erwerb der Riemersma-Kollektion wurde ein Patenprojekt ins Leben gerufen, mit dem ein Teil der Lager- und Restaurierungskosten finanziert werden sollten. Der erste Pate meldete sich prompt am 02. Dezember 2014 – die Fachgruppe Gleichstellung im Bayerischen Journalistenverband. Die Katholische Soldatenseelsorge ist neuester Pate des Projekts. Zwei Schwestern, die die Haushaltsführung eines Soldaten aus Dillingen übernommen hatten, schenkten diesem eine Patenschaft. Insgesamt wurden 49 Patenschaften vergeben und der Zielbetrag von 50 000 Euro überschritten.
In der aktuellen Ausstellung sind nicht wie 2014 nur ein Teil, sondern alle Patenpuppen ausgestellt, auch die von der Grünen Politikerin Claudia Roth – das Schielböckchen. Dem Käthe Kruse Museum lag besonders die Atmosphäre Den Helders am Herzen. Ein kleines Häuschen mit steilen Stiegen, engen Räumen und Vitrinen wohin das Auge blickt. Jede Szene wurde fotografisch dokumentiert und genau so wiedergegeben. „Das sind gute Chancen und Voraussetzungen Stadt der Käthe Kruse Puppen zu bleiben. Lassen Sie uns was daraus machen!“,  verkündete der Museumsdirektor stolz.
Marion Hohmann (Käthe Kruse GmbH) wünschte eine „erfolgreiche Ausstellung“ und überreichte Museumsleiter Thomas Heitele die Puppe „Maya“.