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Ein Koloss auf dem Feld: Der Rübenvollernter (Bild: DRA)

Matthias macht mit: Von der Zuckerrübe zum Zucker. Teil 1

Mit dem aktuellen blättle ist eine neue Serie gestartet, mit der wir spannende Fragen im Beispiel unserer regionalen Unternehmen klären wollen. Für den ersten Beitrag habe ich mich mir die Frage gestellt: „Wie wird aus der Zuckerrübe eigentlich das weiße Gold?“ Um diese Frage zu beantworten, war ich zum einen bei der Rübenernte mit dabei und habe mich anschließend bei Südzucker in Rain schlau gemacht, wie die Rüben dort weiterverarbeitet werden. Den kompletten Artikel lest ihr im aktuellen blättle (Ausgabe 12), hier könnt ihr in zwei Teilen eine verkürzte Version lesen.

Auf dem Rübenfeld: Von der Aussaat bis zur Ernte

Verladen der Zuckerrüben auf ein Begleitfahrzeug (Bild: DRA)

Zuckerrüben werden in der Zeit von Mitte März bis Anfang Mai ausgesät. Dabei erfolgt die Aussaat nicht mehr wie früher mit Saatkörnern, sonder mit sogenannten Saatgutpillen. Diese werden in einem Abstand von ca. 50 cm und einer Tiefe von 2-3 cm ins Erdreich eingebracht. Damit erreicht man einen Bestand von 7-11 Pflanzen pro Quadratmeter. Das wiederum ist die Vorgabe der modernen Entemaschinen, die so eine verstopfungsfreie Ernte garantieren können. Die Ernte wird auch Rübenkampagne genannt und startet meist Ende September und ist in unserer Region gegen Ende November abgeschlossen. Zur Entezeit war ich gemeinsam mit dem Maschinenring Donau-Ries auf einem Feld bei Großsorheim unterwegs, um mir die Rübenernte anzusehen. Direkt am Feldweg sehe ich zunächst einen großen Koloss stehen: Den Rübenvollernter. Das Fahrzeug misst stolze 16 Meter in der Länge und bringt ein Leergewicht von 37 Tonnen auf die Waage. Während der Saison fährt die Maschine 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

„Die Rüben sollen so lange wie möglich in der Erde bleiben, da der Zuckeranteil dann deutlich höher ist. Allerdings dürfen sie auch keinen Frost abbgekommen“, erklärt mir der Fahrzeugführer Stephan Kundinger. Weiter erläutert er: „In dem Vollernter steckt

Oft werden die Zuckerrüben nach der Ernte in einer sogenannten Miete am Feldrand gelagert (Bild: DRA)

mittlerweile ganz viel Technik. Trotzdem kommt es, gerade beim Rangieren, auf das Fingerspitzengefühl des Fahrers an.“ Er ist beim Maschinenring angestellt, der den Rübenvollernter an die Bauern im Landkreis vermietet. Die Maschine köpft die Rüben und holt sie aus der Erde. Durch Rüttelgitter werden die Rüben von der Erde befreit. Anschließend werden die Rüben über mehrere Laufbänder in den Laderaum befördert. Hier ist Platz für knapp 20 Tonnen Zuckerrüben. „Wo früher viele Hände notwendig waren, reichen heute eigentlich ein bis zwei Personen, wobei die zweite Person nur nötig ist, wenn die Rüben nicht auf einer Miete am Feldrand abgelegt werden, sondern direkt auf ein Begleitfahrzeug geladen werden“, erklärt mir Kundinger. Nur diese modernen Maschinen ermöglichen es, die Menge an Rüben, die heute im Lanndkreis angepflanzt werden, auch zu ernten. Ein Hektar Zuckerrüben bringt einen Ertrag von 84 Tonnen Rüben. Im Landkreis Donau-Ries werden auf einer Gesamtfläche von 2.750 Hektar Zuckerrüben angebaut. Der Ertrag liegt bei insgesamt 231.000 Tonnen.

Wie daraus der Zucker hergestellt wird und wieviel Zucker aus einer Rübe gewonnen werden kann, lest ihr in Teil 2 unserer Serie.

Über Matthias Stark

Geschäftsführer und Gründer. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenvertrieb. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Katzenliebhaber. Hat ein Faible für antike Holzmöbel. Bringt seine Tochter auch mal ins Büro mit.
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