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Neue Pläne für den Engelshof
So soll der neue Engelshof im Bereich der Sonnenstraße aussehen. (Bild: Niebler+Thormann Architekten GmbH)

Neue Pläne für den Engelshof

Die Häuser „Café Engel“ und „Wagenknecht“ werden abgerissen. Dort soll ein neues Stadtquartier mit Wohnungen und Gewerbe entstehen. Auch die Historie der alten Gebäude soll wiedergespiegelt werden. 

Donauwörth – Die Engel Projektentwicklung GmbH hat im Bauausschuss eine neue Bauvoranfrage für das neue Stadtquartier „Engelshof“ gestellt. Eigentlich war eine zweigeschossige Tiefgarage hinter den Häusern und mit Zufahrt von der Sonnenstraße her geplant. Die Tiefgarage ist dem Bauherren zu teuer, deshalb hat er jetzt umgeplant.

Hinter den Gebäuden sollen nun, anstatt der Tiefgarage, oberirdisch acht Stellplätze und Garagen mit insgesamt 28 Plätzen entstehen. Die Garagen sind jeweils links und rechts des Innenhofs geplant, in der Mitte die Parkplätze.“Mehr Licht und Luft“ in der Sonnenstraße erhofft sich dadurch nicht nur der Investor, sondern auch einige Mitglieder des Bauausschusses, darunter Günter Schwendner (SPD), Dr. Ralf Loitsch (PWG/FW).

Schaukasten für alte Balken

Von der Sonnenstraße aus sichtbar, bei der Einfahrt zum Innenhof, sollen die Bauteile und die Geschichte der bisherigen Häuser dargestellt werden. In einem Schaukasten können Passanten und Touristen, historische Balken ansehen und Informationen zur Geschichte der ehemaligen Häuser lesen. Ob der Platz für den Schaukasten dort der Richtige ist, frägt sich Franz Ost (CSU), wichtig findet ihn Birgit Rößle (CSU). Eine Aufwertung für die Sonnenstraße sei er, meint Loitsch und ist damit anderer Meinung als Manfred Hofer (EBD). Er bräuchte einen solchen „Alibikasten“ gar nicht. Josef Reichensberger (AL/JB) glaubt nicht, dass dadurch die Sonnenstraße unbedingt schöner werde.

Wie in früheren Plänen sollen die Fassaden zur Reichsstraße hin an die historischen Häuser angelehnt werden. Gebaut werden zwei dreigeschossiger Gebäude mit Satteldach. In den oberen Geschossen sind insgesamt 17 Wohnungen angedacht, wie die Donauwörther Architektin Kirsten Thormann im gestrigen Bauausschuss vorgestellt hat. „Moderne Grundrisse und gute Wohnqualität“ will sie in Ein- und Zwei-Zimmer-Appartements sowie in 4,5-Zimmer-Maisonette Wohnungen realisieren.

Baubeginn im Sommer

Im Erdgeschoss in Richtung der Reichsstraße sollen zwei Gewerbeflächen entstehen. Welche Geschäfte, Büros oder Gastronomen dort einziehen, ist noch nicht bekannt. Eines der Ladenlokale könnte wohl an einen Konditor vermietet werden, der dort die Historie des Cafe Engels neu aufleben lässt, wie aus informierten Kreisen zu hören war.

Baureferent Günter Schwendner betonte abschließend, es läge nicht am Gremium, dass sich das „Thema“ so lang hingezogen hat. Im Vorfeld gab es  – wie berichtet – Debatten zwischen der Stadt, der Regierung von Schwaben und dem Denkmalschutz. Schließlich wurde aber der Abbruchbescheid des alten Bürgerhauses in der Reichsstraße als bestandskräftig erklärt.

Wann mit dem Abriss und schließlich mit dem Neubau begonnen wird steht noch nicht fest. Jürgen Bleicher von der Engel Projektentwicklung GmbH kündigte zuletzt unserer Redaktion einen Baubeginn im Sommer an. Das Reichsstraßenfest soll dabei nicht beeinträchtigt werden, weil erst später gestartet werden soll.

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Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.