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Seit 2014 ist Petra Wagner Oettingens Bürgermeisterin. Wir haben mit ihr unser Regionalgespräch geführt. (Bild: Stadt Oettingen)

Regionalgespräch: Auf ein Tässchen mit… Petra Wagner

Seit März 2014 ist Petra Wagner Oettingens Stadtoberhaupt aber bereits vorher war sie Kommunalpolitikerin mit Leib und Seele. In ihrem Amt als Bürgermeisterin setzt sie sich vor allem dafür ein, Oettingen zukunftsfähig zu machen. Auch im Kreistag arbeitet die gebürtige Oettingerin in mehreren Ausschüssen mit. Zudem ist sie im Kuratorium der Oettinger Residenzkonzerte tätig. Im aktuellen blättle haben wir ihr 50 Fragen gestellt, hier lest ihr das auf 10 Fragen gekürzte Interview. Das ganze Gespräch findet ihr im aktuellen blättle. Das Gespräch führte Diana Hahn.

1 Hallo Frau Wagner, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unser Regionalgespräch genommen haben. Das Gespräch steht immer unter dem Motto „Auf ein Tässchen mit…“. Was darf es für Sie sein: Ein Tässchen Tee oder ein Tässchen Kaffee?
Kaffee. Tee trinke ich nur, wenn ich richtig krank bin.

2 Beschreiben Sie sich mit drei Eigenschaften:
Optimistisch, nicht nachtragend, Menschenfreund.

3 Haben Sie einen Lieblingsort in Oettingen?
Sogar mehrere: Unter anderem das Freibad und auch das Roßfeld.

4 Bürgermeisterin: Traumberuf oder Berufung?
Die Berufung wurde zum Traumberuf. Meine Arbeit macht mir einfach unheimlich viel Spaß. Obwohl es viel Arbeit ist. Aber ich bin in meinem Beruf absolut angekommen.

5 Wie sieht ein normaler Arbeitstag im Leben der Oettinger Bürgermeisterin aus?
Das sind viele Aufgaben, die jeden Tag auf mich warten. Morgens checke ich zunächst meine Mails und bespreche mich mit dem Geschäftsführer. Natürlich schaue ich dann auch die Post durch und muss täglich viele Unterschriften leisten, damit Vorgänge vorangebracht werden können. Außerdem habe ich jeden Tag viele Besprechungstermine. Abends stehen dann natürlich auch noch Veranstaltungen oder Sitzungen auf dem Programm. Ich bin wirklich froh, dass ich Mitarbeiter habe, die mir viel abnehmen, ansonsten wäre das Arbeitspensum kaum zu schaffen.

6 Was reizt Sie generell an der Kommunalpolitik und auf was könnten Sie hingegen verzichten?
Als Bürgermeisterin sieht man direkt, was man umsetzen kann und man kann den Entstehungsprozess begleiten und sieht, was daraus geworden ist. Besonders gefällt mir, dass man die Menschen direkt bei Problemen, Ideen und Wünschen unterstützen kann. Außerdem gefällt mir an der Kommunalpolitik, dass es ein großes Netzwerk ist und man Hilfe von vielen erfragen kann. Verzichten könnte ich hingegen auf den Papierkrieg. Außerdem werden manche Ideen durch verwaltungstechnische Auflagen derart beschnitten, dass von den Ideen kaum noch etwas übrig bleibt. Gerade in puncto Feste oder Naturschutz gibt es so viele Auflagen, dass Impulse bereits im Keim erstickt werden.

7 Wie sind Sie zur Politik gekommen?
Das kam eigentlich durch meinen Schwiegervater, der politisch aktiv war. Er war Stadtrat. Als er nicht mehr für den Stadtrat kandidierte, hat er zu meinem Mann und mir gesagt, dass einer von uns beiden nun an der Reihe sei. Da mein Mann nicht wollte, habe ich mich zur Wahl gestellt und wurde auch direkt in den Stadtrat gewählt. Aber das Amt der Bürgermeisterin hatte ich da nicht im Sinn. Irgendwann hat mich dann jemand angesprochen und gesagt, dass ich doch auch als Bürgermeisterin kandidieren könnte. Nach einem guten Wahlkampf wurde ich dann auch gewählt. Das war schon eine wahnsinnige Überraschung. Es schaffen ja nicht viele gegen einen amtierenden Bürgermeister zu gewinnen.

8 Was raten Sie jungen Menschen, die sich politisch engagieren möchten?
Zunächst finde ich es ganz wichtig, dass sich junge Menschen politisch engagieren. So können sie Entscheidungen über ihre Zukunft mitbestimmen. Oft ist es für junge Menschen schwierig einer Partei anzugehören, weil sie sich dann meist rechtfertigen müssen, warum es gerade diese Partei ist. Es ist aber wichtig, dass junge Menschen sich einmischen, mitreden, informieren und Abläufe verstehen. Vor allem ist es wichtig, dass sie sich nicht davon abbringen lassen, sich einzumischen. Dabei ist es vollkommen egal, in welcher Partei man sich engagiert. Für uns als Politiker ist es wichtig zu hören, welche Gedanken die Jugend hat. Junge Menschen bringen außerdem eine andere Perspektive mit.

9 Vervollständigen Sie bitte den folgenden Satz: Typisch für Oettingen ist…
… das Oettinger Bier.

10 Mit welcher berühmten Persönlichkeit, tot oder lebendig, würden Sie sich gerne auf einen Kaffee treffen und warum gerade diese Person?
Konrad Adenauer. Er war ein Mensch, der die Bundesrepublik geprägt hat wie kein Zweiter. Für mich immer noch faszinierend ist unser Grundgesetz. Diese Übersicht, diese Weitsicht und Nachhaltigkeit.

Über Diana Hahn

Chefredakteurin für online und stellvertretende Chefredakteurin für das blättle. Ob Wirtschaft, neue Technologien oder Historisches aus dem Landkreis – sie fühlt sich in allen Themen zu Hause und mittlerweile auch in unserem Landkreis, als „Zugreiste“ aus dem Raum Dillingen. Hinterfragt gründlich und bringt Dinge auf den Punkt.