16. Februar 2018, 09:58

Basketball: Das ewig junge Bayernderby

Die finnische Nationalspielerin Anni Mäkitalo in Diensten der TH Wohnbau Angels bei einem No-Look-Pass Bild: Jochen Aumann
Das ewig junge Bayernderby steht an. Am Sonntag treffen die TH Wohnbau Angels erneut auf den amtierenden Meister, den TSV Wasserburg, für den sich damit die Chance auf eine Revanche bietet. Denkt man an den legendären Sieg am 29.10. aus der Hinrunde in eigener Halle zurück, als man nach etlichen Jahren einmal wieder einen Erfolg gegen die Mannschaft aus Oberbayern feiern konnte, so fühlt sich der ein oder andere Basketballfan sicherlich noch immer ganz beflügelt. Und nach einer kurzzeitigen Flaute zu Beginn der Rückrunde sind die Rieserinnen mittlerweile wieder voll auf Kurs.
Nördlingen - Weniger euphorisch dürfte hingegen die Stimmung im gegnerischen Lager sein. In der Rückrunde konnten lediglich drei der sechs bestrittenen Partien gewonnen werden. Ein Zustand, den man bei den Wasserburgern schon längere Zeit nicht mehr gewöhnt ist. Zuletzt mussten die Damen vom Inn Niederlagen gegen Herne und Keltern hinnehmen und damit die Tabellenspitze den Rutronik Stars aus Keltern überlassen. Und auch die Teilnahme am EuroCup ist mittlerweile abgeschlossen. Immerhin konnten die Oberbayern nach einem hauchdünnen Sieg gegen den Herner TC ins Top4 einziehen und somit weiterhin im Pokalwettbewerb mitmischen. Ganz anders die Lage auf Seiten der Nördlinger. Nachdem mit Siegen gegen die Teams im Tabellenkeller einiges an Selbstvertrauen zurückgeholt werden konnte, blickt man hochmotiviert dem Duell mit dem Meister entgegen zumal das Saisonziel, nämlich frühzeitig mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, bereits eingetütet ist.
Während bei den Angels seit Beginn der Saison personell alles unverändert geblieben ist, hat sich bei den Gastgeberinnen einiges getan. Bereits im Dezember trennte man sich von Headcoach Georg Eichler und übergab dem damaligen Co-Trainer Nikolay Gospodinov die Leitung. Seit Mitte Januar ist auch die Lettin Laura Audere, die nun für Chemnitz aufläuft, nicht mehr im Team. Dafür kommt mit Janae Smith, die die verletzte Rebecca Tobin ersetzt und einen hervorragenden Einstand hatte, ein neues Gesicht hinzu, nicht zu vergessen Monique Reid, die Woche für Woche glänzende Einzelstatistiken auflegt. Dem breit aufgestellten Kader des Teams aus Wasserburg tut dies alles allerdings keinen Abbruch. Bereits acht Spielerinnen haben die 100-Punkte-Marke überschritten und damit mehr als bei jedem anderen Bundesligisten. Bei neun internationalen Spielerinnen aus acht verschiedenen Ländern sind Erfolge Pflicht. Hinzu kommt die erst 17-jährige Sophie Perner, die sich mit durchschnittlich 4,5 Minuten ins Spiel einbringt.
Ungeachtet der Übermacht werden die Nördlingerinnen am Wochenende alles geben, in der Gewissheit, dass auch ein Sieg durchaus möglich ist. Dass man hingegen in Wasserburg begeistert dem Derby entgegenblickt bleibt zu bezweifeln, mussten die Oberbayern doch zwei der drei bereits ausgetragenen Bayernderbys an die Angels bzw. die Fireballs abgeben. Zudem darf man einen Bus voll Rieser Basketballfans in der schönen Stadt am Inn begrüßen, die ihr Team nach Kräften unterstützen werden. Tip-Off ist am Sonntag um 16 Uhr in der Badria-Halle. (pm)