23. Februar 2018, 09:37

Ein Hauch von Olympia in der Hermann-Keßler-Halle

(Symbolbild Bild: pixabay)
Nicht allzu oft kriegen Sportfans im Ries Olympioniken zu sehen, und das nicht im Zuge einer Ehrung, sondern im Wettkampf. Natalie Burton errang in Rio 2016 mit der australischen Nationalmannschaft den fünften Platz. Am Sonntag um 16:00 Uhr spielt Burton mit ihrem Team, dem Herner TC in Nördlingen gegen die TH Wohnbau Angels.
Nördlingen - Damit treffen zwei besonders heimstarke Teams aufeinander, die in eigener Halle kaum etwas anbrennen lassen. Während die Nördlinger Basketballfans in dieser Saison erst eine einzige Niederlage zu sehen bekamen, ist Herne sogar seit über einem Jahr zuhause ungeschlagen. Gleichzeitig bedeutet das allerdings, dass die Damen aus dem Ruhrgebiet auswärts offensichtlich nicht immer zu Hochform auflaufen. Nur drei der neun Spiele bei ihren Konkurrenten konnten sie für sich entscheiden, sechs Mal ließen sie die Punkte beim Gegner.
Da gleiches bekanntlich auch auf die Angels zutrifft, verlor man das Hinspiel in Herne nach einem katastrophalen ersten Viertel deutlich mit 67:46. Insgesamt liegt man in der Tabelle somit vier Punkte hinter dem TC zurück, der sich mittlerweile auf den vierten Platz vorgearbeitet hat. Diese gute Positionierung verdanken sie nicht zuletzt den beiden vergangenen Spielen, in denen sie mit sehr starken Auftritten die beiden Top-Favoriten Wasserburg und Keltern schlagen konnten. Nach einer Siegesserie von vier zumeist knappen und umkämpften Spielen, kann Trainer Marek Piotrowski, der seit fast 15 Jahren für Herne an der Seitenlinie steht, äußerst zufrieden mit seiner Mannschaft sein.
Aber auch bei den Angels läuft es derzeit nicht schlecht. Zwar musste man eine deutliche und verdiente Niederlage beim Meister Wasserburg hinnehmen, dennoch konnte man immerhin eine gute zweite Halbzeit aus der Partie mitnehmen. Zuvor hatte man sich außerdem 3x die Punkte gegen sämtliche Abstiegskandidaten geholt.
Während sich im eigenen Lager seit dem letzten Aufeinandertreffen nichts geändert hat, gab es auf Seiten der Gäste personellen Zuwachs. Neben der Serbin Branca Lukovic steht die oben erwähnte Natalie Burton, die zudem einen britischen Pass hat,  seit drei Spielen im Kader. Sicherlich wird sie ihre ganze Erfahrung ins Herner Team einbringen und ist somit bereits jetzt zu einer wichtigen Spielerin geworden. Karin Kuijt, eine von vier Holländerinnen, die in der Regel den größten Spielanteil hat und im Hinspiel die beste Werferin war, kann derweil aufgrund einer gebrochenen Hand am Wochenende nicht mitmischen. Dass Herne in der Lage ist, den Ausfall zu kompensieren, steht hinsichtlich der extrem hohen Leistungsdichte der Mannschaft außer Frage. Acht internationale Spielerinnen sowie Emina Karic bilden den hochkarätigen Kader des Teams aus dem Ruhrpott. Ausgerechnet übernimmt die mit ihren erst 22 Jahren jüngste Spielerin im Team, Courtney Range, die Rolle der Topscorerin. Mit einer Körpergröße von 1,90m ist sie zudem eine ausgezeichnete Rebounderin.
Spezialität des TC sind Dreipunktwürfe, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Ziel finden. Lediglich der TSV Wasserburg kann sie in dieser Kategorie noch übertreffen. Zudem haben sie mit 80% nach den Angels (81%) die höchste Freiwurfquote der Liga. Von dieser Treffsicherheit durfte man sich bereits persönlich überzeugen, als man im Hinspiel neun Dreier kassierte, die am Ende den Ausschlag gaben.
Ziel ist es somit sicherlich durch eine stabile Verteidigung, einfache Würfe der Gäste zu verhindern. Außerdem möchte man natürlich die eigene Heimstärke demonstrieren und mit der Unterstützung zahlreicher Fans, den nächsten Heimsieg landen. Das Match am Sonntag steht im Zeichen des Sponsors of the Day, Sanitätshaus Feix und beginnt wie gewohnt am Sonntag um 16 Uhr in der Hermann-Kessler-Halle. (pm)