Am 21.09.2026 kam es im Dienstbereich der PI Donauwörth zu einer gemeldeten Häufung betrügerischer Schockanrufe. In den meisten Fällen gaben sich die unbekannten Täter am Telefon als Kriminalpolizisten – in einem Fall explizit als Beamter der Kriminalpolizei Dillingen unter Nennung einer erfundenen Dienstnummer aus.
Die Anrufer täuschten wahrheitswidrig vor, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei und der Name der Angerufenen auf einer angeblich aufgefundenen „Täterliste“ stehe. Daraufhin wurden die Angerufenen – alleine an diesem Tag mehr als 15 Personen - aufgefordert, Bargeld und Geldmünzen im Haus zusammenzusuchen.
In einem weiteren Fall kontaktierte ein Betrüger einen Mann auf seinem Mobiltelefon und behauptete, dessen Ehefrau sei in flagranti in einem Swingerclub erwischt worden und befinde sich nun beim Zoll in Gewahrsam, weshalb eine Kaution in bar zu hinterlegen sei, um die Frau aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Auch dies war komplett erfunden.
Anrufe mit internationelen Vorwahlen
Bei den Anrufen wurden im Display teilweise ausländische Telefonnummern mit den Vorwahlen von Italien (+39), Frankreich (+33) und Ungarn (+36) angezeigt. Sämtliche Angesprochenen erkannten die Betrugsmasche jedoch aufgrund zurückliegender Medienberichte rechtzeitig und beendeten die Gespräche, sodass es zu keinem polizeilich bekannten Beute- oder Vermögensschaden kam. Gegen die unbekannten Täter wurden in jedem angezeigten Fall strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf versuchten Trickbetrug bzw. bandenmäßigen Betrug eingeleitet. (dra)
Die Beamten der Polizei Donauwörth raten in diesem Zusammenhang:
- Die Polizei fordert am Telefon niemals Geld, Wertsachen oder Kautionszahlungen.
- Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf und lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen und wählen Sie im Zweifelsfall den Notruf 110.
- Sprechen Sie in jedem Fall so bald wie möglich mit einer Ihnen bekannten dritten Person über den Sachverhalt.