Am Samstagabend wurde die Polizei Donauwörth über einen akustischen Alarm im Bereich des Donauwörther Freibades informiert. Wie sich vor Ort herausstellte, hatte die Chlorgaswarnanlage in einem Nebengebäude des Freibades ausgelöst. Für Personen außerhalb des Gebäudes sowie für die Umwelt bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.
Der Polizei Donauwörth wurde gegen 22:00 Uhr telefonisch mitgeteilt, dass sie aus Richtung des Freibades einen akustischen Alarm wahrgenommen hatte. Eine daraufhin durchgeführte Überprüfung vor Ort ergab, dass am südlichen Ende des Freibadgeländes sowohl ein akustischer als auch ein optischer Alarm an einem Nebengebäude ausgelöst worden war. In dem Gebäude befindet sich unter anderem der Lager- und Technikbereich für die Chlorgasanlage. Der stellvertretende Betriebsleiter befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort.
Aufgrund des ausgelösten Chlorgasalarms wurde die Freiwillige Feuerwehr Donauwörth zur Einsatzstelle alarmiert. Im weiteren Verlauf traf auch der Betriebsleiter an der Einsatzörtlichkeit ein. Die Feuerwehrkräfte betraten das betroffene Gebäude zunächst unter Einsatz entsprechender Spezialausrüstung, um die Situation zu überprüfen. Da bei der ersten Kontrolle keine eindeutige Leckage beziehungsweise Austrittsstelle festgestellt werden konnte, wurden weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr nachgefordert. In der Folge wurden sämtliche im betroffenen Bereich befindlichen Chlorgasflaschen beziehungsweise Behälter vorsorglich abgedreht. Gleichzeitig wurde der Raum gezielt belüftet, um die vorhandene Chlorgaskonzentration weiter zu reduzieren. Zusätzlich errichteten die Einsatzkräfte eine Wasserbarriere, die im Falle eines weiteren Chlorgasaustritts einen zusätzlichen Schutz bieten sollte.
Durch die eingeleiteten Maßnahmen konnte die gemessene Chlorgaskonzentration kontinuierlich reduziert werden. Im weiteren Verlauf wurde schließlich ein Wert von 0 ppm festgestellt. Das Chlorgassystem wurde vollständig entlüftet und sämtliche gelagerten Chlorgasflaschen wurden vorsorglich abgedreht. Nach derzeitiger Einschätzung wird von einem technischen Defekt an der Anlage ausgegangen. Die Freiwillige Feuerwehr Donauwörth war mit rund 30 Einsatzkräften etwa drei Stunden an der Einsatzstelle gebunden. Eine Gefährdung für Personen im Umfeld des Freibades oder für die Umwelt bestand nach den getroffenen Maßnahmen zu keiner Zeit.
Der Betrieb des Freibades ist durch den Einsatz beziehungsweise die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen nicht gefährdet. (dra)