28. September 2017, 10:07

Kinder finden vermissten 81-Jährigen

Bild: Polizei Bayern
Ein 81-Jähriger wurde gestern Nachmittag in Oberndorf vermisst. Die Suche durch die Feuerwehr, die Polizei, die Rettungshundestaffel eine Hubschrauber und die Wasserwacht blieb erfolglos. Kinder fanden den Mann schließlich im Wald. 
Oberndorf - Gestern gegen 14.00 Uhr meldete die besorgte 76-Jährige Frau ihren 81-jährigen Mann als vermisst. Er hatte gegen 11.30 Uhr das Wohnanwesen verlassen und war zu einem Spaziergang aufgebrochen. Er kam nicht, wie üblich, rechtzeitig zurück, um wichtige Medikamente einzunehmen. Die Polizei aus Rain suchte mit vier Streifen nach dem Vermissten. Auch einige Nachbarn machten sich auf die Suche. Zunächst war man ratlos, wo der ältere Herr sein könnte.
Polizeihunde nehmen Spur auf
Da die Zeit drängte, wurden Rettungskräfte von der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf, Mertingen, Feldheim, Niederschönenfeld und Genderkingen, ein Rettungswagen, die Rettungshundestaffel, die Wasserwacht/DLRG und die Unterstützungsgruppe für den örtlichen Einsatzleiter angefordert, insgesamt waren 177 Einsatzkräfte vor Ort. Erst als zwei Personensuchhunde der Polizei im Einsatz waren, führte die Spur in die Wälder beim Lech. Auch ein angeforderter Polizeihubschrauber konnte den Gesuchten nicht ausfindig machen.
Während die Suche auf Hochtouren lief, meldeten sich Fischer und Spaziergänger, die den Mann wohl gesehen hatten. Zur Einsatzleitung gelangten unterschiedliche Ortsangaben. Die Suche gestaltete sich immer schwieriger. Glücklicherweise kam hinzu, dass ein Oberndorfer Bürger eine Laufgruppe vom TSV Rain ansprach und auf die Suche des älteren Herren aufmerksam machte. Die 43-jährige Betreuerin der Sportlergruppe war mit vier Kindern unterwegs beim Joggen. Auf einem eingewachsenen, teilweise mit Büschen überwucherten Waldweg, nahe der Mariengrotte, wurden die Kinder auf den Gesuchten aufmerksam. Sie sprachen ihn an, der Mann konnte sich wohl mit letzter Kraft aufrichten.
So kamen die Kinder den Rettungskräften zuvor. Diese waren nicht unweit des Auffindeortes und wurden zur Bergung hinzugerufen. Der Mann wurde durch Rettungssanitäter versorgt und konnte im Anschluss unverletzt zu seiner Ehefrau gebracht werden. (pm)