Ein akutes gesundheitliches Problem war am 27.05.2026, gegen 14.40 Uhr, wohl die Ursache für eine Serie von Kollisionen in der Monheimer Innenstadt. Eine 72-jährige Autofahrerin wollte vom Parkplatz vor einer Bankfiliale in die Nadlergasse ausfahren. Aufgrund eines augenscheinlich plötzlich auftretenden medizinischen Zustands verlor die Seniorin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und gab Vollgas. Dadurch prallte der beschleunigende Wagen nacheinander in zwei Hausfassaden welche erheblich beschädigt wurden. Die Seniorin blieb unvermindert auf dem Gaspedal, überquerte die Monheimer Straße und prallte frontal in eine weitere Hausfassade. Das immer noch unter Vollgas befindliche Fahrzeug striff an dieser Wand entlang ortsauswärts in Richtung Neuburger Straße, prallte in der Folge gegen eine vierte Hauswand, riss dort eine Regenrinne ab und wurde schließlich nach einer Gesamtfahrstrecke von rund 300 Metern durch die steinerne Randsteineinfassung eines fünften Grundstücks gestoppt.
Eine aufmerksame Zeugin reagierte dort geistesgegenwärtig, eilte zum verunfallten Pkw und zog den Zündschlüssel ab. Sie erkannte die Orientierungslosigkeit der Frau und alarmierte den Rettungsdienst.
Die 72-Jährige wurde zur medizinischen Behandlung per Rettungswagen in die Donau-Ries-Klinik nach Donauwörth eingeliefert. Glücklicherweise wurde bei der Irrfahrt den aktuellen Erkenntnissen zufolge niemand verletzt. Der entstandene Gesamtsachschaden an den vier betroffenen Gebäuden und dem total beschädigten Pkw wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt. Die aufnehmenden Beamten leiteten von Amts wegen strafrechtliche Ermittlungen wegen Verdachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs infolge geistiger oder körperlicher Mängel ein.