Ein Mann aus einer östlichen Landkreis-Gemeinde erstattete am 15.07.2026 Strafanzeige bei der Polizei. Der Mann hatte zuvor auf einer deutschlandweit führenden Kleinanzeigen-Webseite einen Heizstab zum Verkauf angeboten.
Ein bislang unbekannter Täter meldete sich mit vermeintlichem Kaufinteresse und gab eine Versandadresse in Hamburg an. Für die Bezahlung lehnte der Unbekannte jedoch PayPal ab und bestand auf eine Abwicklung direkt über das Zahlungssystem des Anbieters. Zu diesem Zweck übersandte er dem Verkäufer per E-Mail einen manipulierten Link zu einer gefälschten Anmeldeseite. Dieser trug dort gutgläubig seine Zugangsdaten sowie seine Kreditkartendaten mitsamt der Prüfnummer ein.
In der Folge übernahm der Betrüger das Kleinanzeigen-Konto des Geschädigten und änderte unverzüglich das Passwort sowie die hinterlegte E-Mail Adresse. Kurz darauf wurden über die Kreditkarte des Opfers zwei unberechtigte Transaktionen im Gesamtwert von knapp 16.000 Euro belastet.
Glücklicherweise bemerkte der Geschädigte den Betrug rechtzeitig und konnte die vorgemerkten Zahlungen über sein Kreditinstitut stornieren, sodass kein finanzieller Schaden entstand. Beamte der Polizeiinspektion Donauwörth leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein.
Die Beamten raten allgemein:
- Keine externen Links zur Zahlung nutzen: Nutzen Sie für die Abwicklung von Verkäufen ausschließlich die offiziellen Funktionen innerhalb der jeweiligen App oder Webseite. Klicken Sie niemals auf Zahlungs-Links, die Ihnen per E Mail, SMS oder Messenger (wie WhatsApp) zugeschickt werden.
- Sensible Daten niemals weitergeben: Banken, Kreditkartenanbieter oder Verkaufsplattformen werden Sie niemals per E-Mail oder über einen Link dazu auffordern, Passwörter, PINs oder die dreistellige Kreditkarten-Prüfnummer (CVV) einzugeben.
- Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) aktivieren: Richten Sie für Ihre Online Konten (Kleinanzeigen, E-Mail-Postfach, Banking-Apps) wann immer möglich eine Zwei-Faktor-Authentisierung ein. Das erschwert es Betrügern massiv, Ihre Konten zu übernehmen, selbst wenn sie Ihr Passwort erbeutet haben.
- Schnell handeln bei Verdacht: Wenn Sie vermuten, auf Betrug hereingefallen zu sein, kontaktieren Sie unverzüglich Ihr Kreditinstitut, um Ihre Karte oder Ihr Konto sperren zu lassen (Zentraler Sperrnotruf: 116 116). Erstatten Sie zudem immer Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. (dra)