Polizeibericht

Reizgas-Angriff in Donauwörth: Polizei sucht Geschädigte

Bild: pixabay
Nach einem Vorfall in der Gartenstraße in Donauwörth im Umfeld des Oktoberfests, bei dem eine Gruppe von Menschen mit Reizstoff besprüht wurde, sucht die Polizei nach weiteren Betroffenen.

Am 16. Oktober 2026, gegen 23:25 Uhr, beobachtete ein aufmerksamer Zeuge drei männliche Jugendliche, die sich mit ihren T-Shirts über die Nase gezogen hatten
(sogenannte „Vermummung“). Einer dieser Jugendlichen sprühte daraufhin mit einem Reizstoffsprühgerät in eine Gruppe von etwa 10 bis 12 Personen, die sich an der
Einsatzörtlichkeit aufhielt. Die Personen in der Gruppe reagierten unmittelbar mit typischen Symptomen wie Husten, Würgen und dem Schützen der Augen. Auch der Zeuge nahm die Gaswolke wahr, wurde jedoch nicht direkt verletzt. Der Zeuge verfolgte die flüchtende Gruppe in Richtung Bahnhof, wo die drei Jugendlichen schließlich von zivilen Polizeibeamten gestellt und festgenommen werden konnten.

 

Bei der Durchsuchung eines der Jugendlichen, eines 17-Jährigen, wurde ein Tierabwehrspray sichergestellt und als Beweismittel beschlagnahmt. Der Jugendliche wurde auf der Polizeiinspektion seinem Vater übergeben; zudem wurde ein Platzverweis für das Festgelände ausgesprochen.

Da die Polizei bislang keine Geschädigten identifizieren konnte, bittet die Polizei Donauwörth um Mithilfe: Personen, die sich durch den Einsatz des Reizstoffes beeinträchtigt fühlen oder den Vorfall unmittelbar miterlebt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. (dra)