Ein 55-jähriger Mann wies bei der Fahrscheinkontrolle kein Ticket vor. Stattdessen bedrohte er den Bahnmitarbeiter mit Gesten. Der Zugbegleiter verwies ihn deshalb am Bahnhof Donauwörth des Zuges. Am Bahnsteig trat der Mann dann ohne jede Vorwarnung einem vorbeigehenden 44-jährigen Reisenden gegen das Schienbein und versuchte, ihm einen noch glühenden Zigarettenstummel ins Auge zu drücken. Zusätzlich beleidigte der Angreifer sein Opfer rassistisch. Das beherzte Eingreifen eines anderen Reisenden verhinderte dies und möglicherweise weitere Verletzungen. Der Zugbegleiter alarmierte die Bundespolizei.
Bei der Durchsuchung des 55-Jährigen stellten die Bundespolizebeamten ein Smartphone sicher, das als gestohlen gemeldet war.
Auf Weisung der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde der Tatverdächtige nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten wieder entlassen. Er ist der Polizei bereits wegen mehrerer Körperverletzungsdelikte sowie eines sexuellen Übergriffs bekannt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung aufgenommen. (dra)