18. Mai 2018, 11:20

Versuchter Betrug durch Gewinnversprechen

Symbolbild Bild: Pixabay
Ein 55-Jähriger bekam am Donnerstag einen Anruf mit der Info, er hätte 30 000 Euro im Lotto gewonnen.
Oberndorf - Ein 55-Jähriger aus der Gemeinde Oberndorf erhielt am Donnerstag einen vielversprechenden Anruf einer „Infozentrale Berlin“. Er hätte 30 000 Euro im Lotto gewonnen. Das Geld würde ihm in den nächsten Stunden von einer Sicherheitsfirma vorbeigebracht. Für diesen Transport müsse er der Firma aber einen Betrag von 1 000 Euro übergeben und die Transportfirma würde sich kurzfristig noch einmal bei ihm melden.
Kurze Zeit später meldete sich telefonisch die angekündigte Sicherheitsfirma bei dem vermeintlichen Lottogewinner. Für die Kosten-Vorauszahlung sollte er nun für 1 000 Euro Steam-Gutscheine (ähnlich Bitcoins) im Supermarkt kaufen und die diesbezüglichen Codes später telefonisch übermitteln. Der Angerufene hatte jedoch bereits nach dem ersten Anruf die Rainer Polizei verständigt, so dass es in diesem Fall nur beim Betrugsversuch blieb.
Die Vorgehensweise der Täter ist bayernweit als sogenannter „Betrug durch Gewinnversprechen“ bekannt. Bei den Anrufen wird dabei oftmals die wahre Telefonnummer durch Call-ID-Spoofing verschleiert oder verfälscht. In der Regel erfolgt zunächst ein vertrauensschöpfender Anruf mit einem Gewinnversprechen, wie hier der Lottogewinn. Anschließend erfolgt der Hinweise auf eine Vorauszahlung zur Einlösung oder Überbringung des Geldes. Da es den Tätern darauf ankommt, nicht persönlich mit ihrem Opfer in Kontakt treten zu müssen, drängen sie immer auf eine anonyme Zahlung durch Moneygramm, Western Union, Steam oder sonstiges.
Im Zweifelsfall ist es immer richtig, rechtzeitig, wie hier geschehen, die Polizei zu informieren. (pm)