6. April 2020, 16:56

214 bestätigte Corona-Erkrankte im Donau-Ries

Symbolbild. Bild: Pixabay
Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Donau-Ries meldet mittlerweile 214 bestätigte Erkrankte und sechs bestätigte Tote. Landrat Stefan Rößle bittet die Bürger um Materialspenden.

Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Corona-Virus im Seniorenheim in Harburg hat sich im Nachgang ein weiterer positiver Befund bei einem verstorbenen Bewohner ergeben. Somit erhöhen sich die Anzahl der positiv auf Covid-19 getesteten auf insgesamt 6 bestätigte Covid-19 Tote im Landkreis Donau-Ries.  Zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bewohner wurden vom Gesundheitsamt umfangreiche Maßnahmen getroffen. So wurden neben der Einzelzimmerunterbringung für die Bewohner und der Unterteilung des Heims in positiv und negativ getestete Personen unter anderem auch ein Aufnahme- und Verlegungsstopp für das Heim (Ausnahme: Krankenhausbehandlung) angeordnet. Ein Aufnahmestopp gilt seit dem 03. April aufgrund einer Allgemeinverfügung für alle Pflegeeinrichtungen. 

Corona-Testzentrum in Monheim

Das am Kreisbauhof Monheim eingerichtete Corona-Testzentrum ist am 02. April gestartet. Die Testungen werden dort dienstags, donnerstags und samstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr vorgenommen. Das Corona-Testzentrum ist ohne Komplikationen erfolgreich angelaufen. Bislang konnten rund 50-60 Personen getestet werden. Das Gesundheitsamt nutzt ebenso das Testzentrum dienstags und donnerstags für eigene Ermittlungen.

Hinweise zur Anfahrt

Wie bereits berichtet werden am Eingang zum Corona-Testzentrum Kontrollen durchgeführt. Das Landratsamt bittet in diesem Zusammenhang, dass die vorgeladenen Testpersonen nicht zu früh vor Öffnung des Testzentrums anreisen sollen, um ein erhöhtes Verkehrsaufkommen am Kreisbauhof Monheim zu vermeiden. 

Landrat Stefan Rößle bittet um Materialspenden – „Unser Landkreis hält zusammen“

Auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis legt das Landratsamt Donau-Ries ein enormes Augenmerk, um im Falle steigender Fallzahlen an infizierten Covid-19-Patienten bestmöglich gerüstet zu sein. 

Die Zuteilung der zentral zugewiesenen Schutzausrüstungsgegenstände an die vorrangigen Bedarfsträger (z.B. ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe u.ä., Hospize) läuft zwar auf Hochtouren, aber dennoch liegt das zugewiesene Material für den Landkreis Donau-Ries mengenmäßig unter dem benötigten Bedarf. So können nach Vorgabe der Staatsregierung derzeit nach vorgegebener Einstufung leider nachrangige Gruppen wie Hebammen oder Physiotherapeuten nicht mit der entsprechenden Schutzausrüstung versorgt werden.

Landrat Stefan Rößle hofft auf einen starken Zusammenhalt im Landkreis Donau-Ries während der Corona-Krise und bittet um Mithilfe und Unterstützung. „Unser Landkreis hält auch in Krisenzeiten zusammen“, so Landrat Rößle. Landrat Rößle freut sich auf freiwillige Mithilfe durch Firmen, Organisationen oder Private, um die Alten- und Pflegeheime sowie ambulante und stationäre Einrichtungen bei der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung (z.B. Mundschutz, Schutzanzüge, Desinfektionsmittel, etc.) zu unterstützen.

Der Kreischef ist der Ansicht, dass sich der Landkreis und die dort lebende Bevölkerung durch freiwillige Spenden dadurch solidarisch zeigt und den genannten Einrichtungen (z.B. Alten- und Pflegeheime, etc.) unter die Arme greifen kann. Landrat Rößle dankte neben den Mitarbeitern im Landratsamt allen Menschen des Landkreises Donau-Ries für bisher signalisierte Hilfsangebote und deren Bereitschaft zur Mithilfe auf freiwilliger Basis. 

Firmen, Organisationen oder Private die Schutzausstattung (z.B. Mundschutz, Schutzanzüge, Desinfektionsmittel, etc.) spenden möchten, richten diese Informationen bitte an das Regionalmanagement unter 0906/74-338 oder an coronahilfe@lra-donau-ries.de . (pm)