23. Dezember 2020, 12:48
Impfzentren

Ab Montag können Impftermine vereinbart werden

Impfzentrum Donau-Ries Bild: Matthias Stark
Für die beiden Impfzentren in Donauwörth und Nördlingen ist ab 28. Dezember eine Hotline geschalten, unter der Termine für die Corona-Schutzimpfung vereinbart werden können.

Das Landratsamt teilt mit, dass ab Montag, 28.12.2020 die Hotline „Vergabe Impftermine“ mit der Telefonnummer 0906/ 74 6677 werktags von 8 Uhr bis 14 Uhr geschalten sein wird, um telefonisch Termine für die Corona-Schutzimpfung in den beiden Impfzentren in Donauwörth (Josef-Gänsler-Straße 8) und Nördlingen (Nürnberger Straße 17) zu vereinbaren.

Aufgrund der zunächst stark begrenzten Impfstoffmenge haben folgende Personenkreise vordringlich Anspruch auf die Schutzimpfung (höchste Priorität):

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben
  2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen (u.a. auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten und in der Palliativversorgung sowie in der Onkologie und in der Transplantationsmedizin) arbeiten.

Diese Priorisierung ist der Bundesverordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (§ 2) entnommen. Die Verordnung finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_BAnz_AT_21.12.2020_V3.pdf  . In den Paragraphen 3 und 4 sind die weiteren Prioritäts-Abstufungen aufgeführt.

Ziel der Priorisierung durch die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes ist es, bei einer beschränkten Impfstoffverfügbarkeit jenen Menschen Schutz zu ermöglichen, die ihn am dringendsten benötigen. Die Geschwindigkeit der Impfungen richtet sich nach der Verfügbarkeit des Impfstoffs, der durch den Bund beschafft wird. Die bayernweite Verteilung richtet sich in den ersten Lieferungen nach der Bevölkerungszahl, danach nach einem festgelegten Verfahren zur Bedarfserhebung und Bestellung.

Geduld und Disziplin – Appell der Ministerin

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml mahnt weiterhin zur Vorsicht: „Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen und nachlässig werden. Auch wenn wir nun einen Impfstoff haben, müssen wir in den kommenden Wochen und Monaten vorsichtig bleiben. Weiterhin heißt das Gebot: Abstand halten, Maske tragen, Hygieneregeln beachten. Auch um eine Reduzierung unserer Kontakte werden wir fürs Erste noch nicht umhinkommen. Denn jedem muss klar sein: Wir haben Corona noch nicht besiegt. Das Virus bleibt lebensgefährlich. Es wird zwangsläufig noch etwas dauern, bis wir genügend Impfstoff für eine flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung haben. Deswegen brauchen wir jetzt Geduld und Disziplin – zum Schutz unserer Mitmenschen – und von uns allen.“ (pm)