9. März 2020, 08:09

Dr. Mehring mahnt zu Verhältnismäßigkeit

Bild: pixabay
Im Zusammenhang mit der Corona-Infektion des Bonstettener Bürgermeisterkandidaten Werner Halank, dessen Namen am Freitag in einer Pressekonferenz von Augsburgs Landrat Martin Sailer öffentlich gemacht wurde, warnt Heimatabgeordneter Dr. Fabian Mehring vor irrationaler Panik. Anders als Landrat Sailer will Mehring an seinem straffen Terminkalender im Kommunalwahlendspurt festhalten und seine Zusagen für zahlreiche Auftritte in der Region während der nächsten Tage einhalten.

Erfreut zeigt sich Mehring, der am Freitagvormittag persönlich mit Halank telefoniert hat, über den Gesundheitszustand des Betroffenen: „Werner Halank geht es zum Glück hervorragend. Er hat keinerlei Symptome und ich drücke ihm und seiner Familie beide Daumen, dass dies so bleibt“, so Mehring. Unabhängig vom konkreten Einzelfall hält der Parlamentarier es für richtig, die Gefahr einer pandemischen Ausbreitung des Coronavirus in der Region ernst zu nehmen und mit sinnvollen Maßnahmen gegenzusteuern. Dabei mahnt der Politiker aber zu Verhältnismäßigkeit und warnt vor irrationaler Panik:

„Wir sollten das Risiko einer Ausbreitung des Virus in unserer Heimat ernst nehmen, unser Alltagsverhalten wo nötig daran anpassen aber trotzdem besonnen bleiben. Bislang gibt es nun wirklich keinen Grund das öffentliche Leben lahmzulegen. Für mich persönlich wäre es absurd, Reden vor wenigen hundert Menschen abzusagen, um am Sonntagnachmittag mit 70 000 Fans zusammen den FCA gegen die Bayern anzufeuern“, mahnt Mehring zu einem rationalen Umgang mit dem Coronavirus.

Auswirkungen auf die nahenden Kommunalwahlen befürchtet Mehring indes weder im Fall von Halank noch generell: „Werner Halank geht es doch schon heute gut, sodass einem möglichen Amtsantritt am 1. Mai freilich nichts im Wege stehen würde“, so Mehring. Bürger, die befürchten sich beim Wahlvorgang im Wahllokal anzustecken, rät Mehring ferner zur Briefwahl: „Dazu ist noch ausreichend Zeit und hoffe ich sehr, dass kein einziger Bürger im Landkreis Augsburg ernstlich wegen des Coronavirus auf sein Wahlrecht verzichtet“, so Mehring abschließend.(pm)