27. April 2020, 16:31
Corona

Elf neue Infektionen, ein Todesfall

Symbolbild Bild: pixabay
Die Zahl der Infizierten im Landkreis Donau-Ries ist über das Wochenende etwas angestiegen. Lag am vergangenen Freitag die Zahl der COVID-19 Infizierten noch bei 318 Personen, sind aktuell 329 Personen zu verzeichnen. Von diesen sind mittlerweile mindestens 161 Betroffene wieder genesen. Leider ist aber auch ein weiterer Todesfall zu beklagen.

Die Person ist im Krankenhaus in Donauwörth verstorben. Die Person war in keinem Seniorenheim untergebracht. Die Anzahl der bestätigten infizierten Verstorbenen hat sich somit auf 23 Personen erhöht.

Mundschutz gesucht – und gefunden

Der Landkreis vermittelt Gesichts-Bedeckungen für alle Bürgerinnen und Bürger und Schutzausrüstung für medizinisches Personal. Landrat Stefan Rößle dankt allen Spendern. Ab 27. April gilt in Bayern eine Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes in jeglicher Form für das Betreten von Einzelhandelsgeschäften und bei der Benutzung von Bus und Bahn. Allerdings haben viele Menschen noch keine entsprechende Ausrüstung. Deshalb hat das Regionalmanagement des Landkreises zusammen mit der Ehrenamtsbeauftragten eine Onlineplattform erstellt. Dort werden Ehrenamtliche aufgelistet, welche Masken oder Gesichtsschilder selbst herstellen. Bei diesen können Bestellungen gegen eine Spende aufgegeben werden. 

Zudem bittet das Landratsamt Donau-Ries Unternehmen und Privatleute seit Kurzem um Materialspenden, damit Arztpraxen, Pflege- und Altenheime und auch als „nachrangig“ eingestufte medizinische Dienste mit ausreichend Schutzausrüstung ausgestattet werden können. 

Was wird gesucht?

Im Privatbereich können selbstgenähte Mund-Nasen-Masken, Gesichtsschilder, sogenannte Face-Shields, aber auch Dienstleistungen, wie Gassi gehen und Einkaufsdienste auf dem Regionalportal unter www.donauries.bayern/corona angeboten und abgerufen werden. Im medizinischen Bereich werden persönliche Schutzausrüstung, wie Hand- und Flächendesinfektionsmittel, Atemschutzmasken (FFP2, FFP3 und OP-Masken), Schutzmäntel, Infektionsschutzhandschuhe, Schutzbrillen und Ähnliches benötigt. 

Wer bekommt die medizinische Schutzausrüstung?

Begünstigt werden neben Arztpraxen und Altenheimen insbesondere Hebammen, Physiotherapeuten, Zahnärzte, Sanitätshäuser, etc., welche die Staatsregierung als „nachrangig“ eingestuft hat und die deshalb nicht unmittelbar Güter vom THW bzw. dem Katastrophenschutz bekommen. Diese Gruppen und Einrichtungen werden gebeten sich unter coronahilfe@lra-donau-ries.de mit ihrem Bedarf zu melden. Hildegard Frank und Jennifer Werner vom Regionalmanagement in der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit werden dann die Spendenangebote entsprechend verteilen.

Erste Erfolge

Landrat Stefan Rößle sprach allen Spenderinnen und Spendern, die sich bisher bereits gemeldet haben, für die große Unterstützung seinen Dank aus: „In dieser außergewöhnlichen Situation, zeugt es vom besonderen Zusammenhalt in unserer Heimat, dass Firmen wie selbstverständlich Ausrüstung spenden oder Privatpersonen, sei es durch Näharbeiten oder Materialspenden, ihre Unterstützung anbieten.“ Insbesondere hervorzuheben sind hier die Firmen Symrise, Zott und Airbus, sowie auf Vermittlung von MdL Wolfgang Fackler auch die Firma Gropper, die insgesamt 3.000 FFP3 Masken, 20.000 OP-Masken, 1000 N95-Masken, mehr als 2.500 wasserabweisende Schutzkittel und 500 Liter Handdesinfektionsmittel gespendet haben.

Zu erwähnen ist auch die Initiative des Geschäfts Via del Gusto. Der Geschäftsinhaber hat zusammen mit seinen Kunden Gelder für Schutzausrüstung für eine Klinik in Italien gesammelt. Rund 10.000 Euro sind bei dieser Aktion zustande gekommen. 

Falls Sie sich als Unternehmen auch beteiligen und das Landratsamt unterstützen möchten, kommen Sie gerne auf die Verantwortlichen zu! Bitte machen Sie so weiter und unterstützen Sie, wo es Ihnen möglich ist. Gerade in Unternehmen finden sich oft Arbeitsschutzmittel, die dem medizinischen Bedarf sehr ähnlich sind.

Weitere Informationen

Sie suchen weitere Informationen zu den Themen Bürgerhotline, Unterstützungsnetzwerk, Hilfe für die Landwirtschaft, Erklärvideos für Kinder oder Infos zur Quarantäne? Diese und noch viele weitere Themen finden Sie unter www.donauries.bayern/corona. Ansprechpartner im Landratsamt sind das Regionalmanagement und das Büro für Ehrenamtliches Engagement in der Stabsstelle für Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit, an die man sich unter der Telefonnummer 09 06 / 74-33 8 bzw. -143 wenden kann. (pm)