20. März 2020, 08:11

Landkreis unterstützt beim Aufbau eines Corona-Helfernetzwerkes

Vor allem regional und bio sollen die Produkte im Stadtladen sein. Bild: pixabay
Der Landkreis Donau-Ries bietet Kommunen und Initiativen Unterstützung beim Aufbau, Erhalt und Öffentlichkeitsarbeit von Helferkreisen an.

„Ein wesentlichstes Anliegen in dieser Ausnahmesituation ist es für mich, unseren Bürgerinnen und Bürgern beratend und beruhigend zur Seite zu stehen“, so Landrat Stefan Rößle. Neben den Maßnahmen des Landkreises wie der Bürgerhotline, die den Ratsuchenden unter der Telefonnummer 0906/74-443 zur Verfügung steht und den Diensten des Gesundheitsamtes, das fast rund um die Uhr im Einsatz ist, hat das Landratsamt auch die Gefahren für die Bürger durch beschränkte Öffnungszeiten und eine Eingangsschleuse reduziert. Den Bürger stehen zudem alle wichtigen Informationen zum Virus online auf den Seiten des Landratsamtes zur Verfügung, auch informiert das Landratsamt regelmäßig in Pressemitteilungen zu Änderungen oder Neuigkeiten rund um die Pandemie.

Darüber hinaus sieht der Landkreis auch eine dringend notwendige Maßnahme, hilfsbedürftigen Menschen unter die Arme zu greifen. Erledigungen wie Einkäufe, Hunde-Gassi-Runden oder Arztfahren sind für manche Menschen zum Problemfall geworden. Gerade Senioren sind hier einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ebenso Menschen mit Vorerkrankungen.

Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Ansammlungen von Menschen in Lebensmittelmärkten sollen von ihnen vermieden werden.

Bereits in vielen Städten und Gemeinden des Landkreises haben sich daher Initiativen gegründet, die dieses Problem aufgreifen. Hier besorgen schulbefreite Jugendliche, Sportler, Unternehmungswillige oder auch Gemeindemitarbeiter die Erledigungen für diese Risikogruppen. Corona-Hilfen sind aktuell beispielsweise in der Stadt Wemding, der Stadt Nördlingen, der Stadt Monheim, der Nachbarschaftshilfe Donauwörth, der CSU Rain sowie der Damenfußballmannschaft aus Oberndorf bekannt und schon für die Bürger in Aktion.

„Diese Projekte sind eine gelungene Möglichkeit, spontan, zielführend und unbürokratisch hilfsbedürftigen Bürgern zu helfen“, so Landrat Stefan Rößle. Er dankt den Initiativen und den Ehrenamtlichen für Ihr Engagement und will nun die Kommunen und Initiativen bei diesen Projekten unterstützen. Gesteuert wird dies über die schon bestens vernetzte Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in der Stabsstelle für Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit, die beispielsweise auch die Ehrenamtskarten ausgibt. Die Unterstützungsleistung für die Helferkreise kann sehr vielfältig sein und reicht vom Aufbau, der Koordinierung, Vernetzung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Ein Großteil der Landkreisbevölkerung und der Helfergruppen wird über soziale Medien erreicht, aber vor allem die Tageszeitung erreicht viele ältere Bürger. Auch die Bürgerhotline, die täglich mehrere 100 Anfragen beantwortet, soll diese Information weitergeben. 

Ziel ist also, alle bestehenden Helferkreise zu erfassen, bei ihrer Bewerbung zu unterstützen und so weitere Hilfesuchende zu finden, um Besorgungen erledigen zu lassen. Ebenso werden dort auch engagierte Schüler, Studenten oder Ehrenamtliche notiert, die sich für die Dienste anbieten. Die Kommune kann hier bestmöglich zwischen den Hilfesuchenden und den Ehrenamtlichen vermitteln. Landrat Stefan Rößle hofft auf eine möglichst flächendeckende Beteiligung der Kommunen im Kampf gegen das Virus und für die Landkreisbürger. (pm)