17. März 2020, 20:00

Nachbarschaftshilfe in Donauwörth: Gemeinsam durch die Krise

In Donauwörth hat sich eine Nachbarschaftshilfe gegründet. Bild: pixabay
Die Corona-Krise hat die Welt derzeit fest im Griff. Maßnahmen der Regierung zur Verlangsamung der Epidemie wurden ergriffen. In Donauwörth wächst derzeit eine Nachbarschaftshilfe - initiiert durch einen jungen Familienvater aus Nordheim. Wohin man sich wenden kann

Christoph Schober aus Nordheim ist selbständiger Web-Designer, seine Kunden kommen vorwiegend aus dem Bereich Gastronomie. Bedingt durch die Corona-Krise, habe er im Moment nicht sehr viel zu tun, erzählt der junge Familienvater im Telefongespräch mit unserer Redaktion.  "Deshalb habe ich mir gedacht, man könnte die Zeit auch nutzen, um etwas sinnvolles zu starten", so Schober weiter. Deshalb hat er für Donauwörth eine Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen.  

Menschen solidarisieren sich

Innerhalb von vier Tagen sind der Facebook-Gruppe "Coronahilfe Donauwörth - Nachbarschaftshilfe" bereits über 700 Menschen beigetreten. "Ich habe ein solches Angebot auf kleiner, regionaler Ebene vermisst und die Gruppe deshalb ins Leben gerufen. Ich wollte bereits jetzt etwas für Donauwörth aktivieren, falls die Lage auch hier noch schlimmer wird, dann haben wir bereits eine Liste und können handeln", erklärt Christoph Schober.

Kinderbetreuung, Einkaufen, Gassi gehen

Wer Hilfe anbieten kann, oder wer Hilfe braucht, kann der Facebook-Gruppe beitreten und wird dann von Christoph Schober auf der entsprechenden Liste vermerkt. Bereits jetzt wird in der Gruppe Hilfe bei den Hausaufgaben, beim Einkaufen, bei der Kinderbetreuung, beim Kochen oder auch beim Gassi gehen mit dem Hund angeboten. "Das sind auch solche Punkte dabei, an die man erstmal gar nicht denkt", so Schober. 

Christoph Schober selbst hat keine Angst vor dem Coronavirus. Trotzdem nimmt er seine Verantwortung gegenüber dem Rest der Gesellschaft ernst. "Wir sind derzeit viel zu Hause, weil es mir vor allem auch darum geht niemanden anzustecken. Ich habe viele Pflegekräfte in der Familie. Wenn hier eine Übertragung stattfinden würde, wäre das fatal", betont Schober abschließend.