26. Juli 2021, 13:03
Coronavirus

So will der Landkreis für Impfungen werben

Symbolbild Bild: pixabay
Aktuell sind im Donau-Ries 60 Prozent der Menschen einmal geimpft, 5.000 Personen interessieren sich für eine Impfung. Das genügt nicht für die Herdenimmunität, deshalb will der Landkreis das Impfen stärker fördern.

"Es sind bereits viele Menschen geimpft. Dann gibt es Impfverweigerer. Und dann gibt es Menschen, die unentschlossen sind. Und genau diese Menschen wollen wir ansprechen. Wir wollen werben, informieren und aufklären, damit wir die Impfquote im Landkreis deutlich erhöhen können", so Landrat Stefan Rößle im Rahmen einer Presserunde. Dr. Raffaella Hesse machte deutlich, dass man für die Herdenimmunität einen Wert von 85 Prozent der über 12-Jährigen geimpft haben müsste. "Dabei ist es wichtig, sich jetzt bereits zu impfen und nicht erst, wenn wir in der 4. Welle sind, weil es dann bereits zu spät ist."

Aus diesem Grund hat das Landratsamt nun mehrere Aktionen eingeplant, um für das Impfen zu werben und aufzuklären. "Das Angebot, in Impfzentren zu impfen, reicht nicht mehr. Wir brauchen mehr Angebote und diese wollen wir bieten", kündigt Landrat Stefan Rößle an. Bei den Haus- und Fachärzten wurden mittlerweile mehr als 20.000 Menschen geimpft und mehr als 52.000 Impfungen verabreicht. Nicht dabei sind die Impfungen durch Betriebsärzte. 

Informations-Livestream am 29. Juli

Das Landratsamt Donau-Ries veranstaltet am Donnerstag, 29. Juli 2021, um 18:00 Uhr, einen Livestream mit zahlreichen Experten aus der Region. Neben Landrat Stefan Rößle, Amtsärztin Dr. Raffaella Hesse und Arthur Lettenbauer vom BRK stehen auch der Ärztliche Koordinator Dr. Sebastian Völkl und Kinderarzt Dr. Wolfgang Beck aus Donauwörth Rede und Antwort. Fragen können während des Livestreams über die Chats gestellt werden. 

Öffnungszeiten ohne Termin

Die beiden Impfzentren im Landkreis Donau-Ries in Donauwörth und Nördlingen bieten ab August Öffnungszeiten ohne Termin an. In Donauwörth kann man sich ab 1. August am Montag, Mittwoch, und Freitag von 15:00 bis 19:00 Uhr impfen lassen. In Nördlingen ist das Impfzentrum Dienstag und Donnerstag jeweils von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Beide Impfzentren haben außerdem am Samstag immer von 08:00 bis 12:00 Uhr ohne Termin geöffnet. Geimpft werden kann man mit allen vier vorhandenen Stoffen. 

Impftag im MGH

Am Dienstag und am Mittwoch findet im Mehrgenerationenhaus in Donauwörth ein Impftag statt. Man möchte damit konkret die Bevölkerung in der Donauwörther Parkstadt ansprechen, die einen hohen Migrationsanteil aufweist. Dort kann man sich ohne Voranmeldung zwischen 15:00 und 19:00 Uhr impfen lassen. Auch hier stehen alle Impfstoffe zur Verfügung.

Beratungstag für Jugendliche

Am 31. Juli lädt das BRK gemeinsam mit einem Kinderarzt zu einem Beratungstag für Jugendliche nach Nördlingen ins Impfzentrum ein. Dort können sich Jugendliche über die Vor- und Nachteile informieren und sich nach einer ausführlichen Aufklärung von Ärzten auch impfen lassen. Eine ähnliche Aktion fand bereits in Donauwörth statt, an der sich 104 Jugendliche impfen lassen konnten. Bei einer guten Annahme der Aktion plant man weitere Beratungstage. Gerade auf den Bereich der 12- bis 16-Jährigen will man konkret zugehen. 

Sommermarkt in Wemding

Passend zum Sommermarkt in Wemding am 01. August möchte das BRK einen Impftag in Wemding anbieten. Hierzu laufen gerade die Verhandlungen, um von 12:30 bis 17:00 Uhr im Rathaus Impfungen anzubieten. Auch hier stehen alle Impfstoffe zur Verfügung. Eine abschließende Einigung mit der Stadt Wemding steht aber noch aus.

Impftag in Fremdingen

Am 05.08.2021 wird das mobile Impfteam des Landkreises einen Impftag in Fremdingen anbieten. Dort kann man sich von 15:00 bis 19:00 Uhr impfen lassen. Hier sind auch weitere Gemeinden geplant. Auch hier stehen alle Impfstoffe zur Verfügung.

Darüber hinaus laufen im Moment weitere Planungen. So sind noch anderen Gemeinden im Gespräch, außerdem überlegt das BRK, einen Impfbus anzuschaffen. Hier liegt die Vorlaufzeit allerdings bei mindestens 14 Tagen. Außerdem überlegt man sich, auch in Supermärkten oder anderen Orten mit großen Besucherzahlen Impfungen zu ermöglichen.