Konversionsmanagement

Flächenmanagement wird fortgesetzt

Die Mitglieder des interkommunalen Netzwerks Flächensparen im Landkreis Donau-Ries. Bild: Irina Stumpf
Im Rahmen des Konversionsmanagements unterstützt der Landkreis Donau-Ries die Kommunen bei ihrer Innenentwicklung. Nach der erfolgreichen Arbeit der letzten acht Jahre wird nun eine vierte Projektphase „Flächensparen und Innenentwicklung“ gestartet.

In den Ortskernen gibt es theoretisch 2500 freie Flächen, wobei Baulücken das größte Potential darstellen. Die Kommunen haben sich für ein erneutes Flächenmanagement ausgesprochen, die Beteiligung aller Kommunen ist überwältigend.

Das Projekt „Zukunftsland Donau-Ries“ im Landkreis Donau-Ries befindet sich derzeit in der aktiven Umsetzungsphase. Dabei werden die teilnehmenden Kommunen intensiv bei der Reaktivierung und Umnutzung ihrer innerörtlichen Baulücken und Leerstände unterstützt. Die fachliche Begleitung übernimmt wieder das Planungsbüro Baader Konzept aus Gunzenhausen.

Projektleiterin und Konversionsmanagerin Barbara Wunder freut sich: „Was wir hier haben ist einzigartig in Bayern. Das sich alle unsere 44 Kommunen beteiligen zeigt, wie wichtig Flächensparen heute ist. Mit unserem interkommunalen Netzwerk Flächensparen können wir die Kommunen dabei unterstützen eine Veränderung, hin zu belebteren Ortskernen und weniger versiegelten Flächen im Außenbereich, zu bewirken. Ich freue mich sehr über die Bereitschaft der Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hier tätig zu werden“.

Fläche als nicht vermehrbares Gut

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase und der durchweg positiven Resonanz der zweiten und dritten Projektphase wird die Arbeit auf eine breitere Basis gestellt. Nun beteiligen sich alle 44 Kommunen aus dem Landkreis Donau-Ries am interkommunalen Netzwerk Flächensparen. Die Kommunen werden hier mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket bei einem professionellen Flächenmanagement unterstützt um die Innenentwicklung voranzutreiben.

Die letzten Zahlen bestätigen das große Potential im Landkreis. In der Hälfe der Landkreiskommunen stehen rund 2500 theoretische Innenentwicklungsflächen mit 356 Hektar zur Verfügung, berichtet Barbara Wunder. „Ich bin sehr gespannt wie das Ergebnis nach Abschluss des aktuellen Projektes ausstehen wird“ sagt Landrat Stefan Rößle. Der Landrat weiter: „Für mich ist Fläche ein nicht vermehrbares und sehr wertvolles Gut. Wir brauchen die unversiegelten Böden für Biodiversität, Ernährungssicherheit, Landwirtschaft, Freizeit und Erholung, Klimaschutz, Versickerung und Wassersensibilität, zum Schutz vor Hochwasser und zur CO2-Reduktion. Wir erhalten damit unsere Kulturlandschaft und stärken unsere Widerstandsfähigkeit – insbesondere bei der Produktion von regionalen Produkten – in Zeiten globaler Krisen“.

Nächste Schritte im Projekt

Im nächsten Austauschtreffen mit den teilnehmenden Kommunen werden aktuelle Bedarfe besprochen und fachliche Impulse zur Innenentwicklung gegeben. Außerdem wird die Ansprache der Eigentümerinnen und Eigentümer innerörtlicher Leerstände und Brachflächen inhaltlich und organisatorisch vorbereitet.

Das Konversionsmanagement steht als Servicestelle für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Flächenmanagement und Innentwicklung zur Verfügung.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Konversionsmanagerin Barbara Wunder unter 09 06 / 74 – 305 oder unter barbara.wunder@lra-donau-ries.de (pm)