Spendenaktion

Nepalhilfe Donau-Ries: rund 60.000 Euro für Trinkwasseranlagen gespendet

Jürgen Perteck (links, Pilot, Vorsitzender Menschenfreude e.V.) und Stefan Rößle bei einer Schuleinweihung in Madagaskar. Bild: privat
Die Spendenaktion für die Hochwasseropfer in Nepal zeigt Wirkung: Aus dem Landkreis Donau-Ries sind bislang fast 60.000 Euro zusammengekommen. Zehn Trinkwasserfilteranlagen können damit finanziert werden.

Die Spendenbereitschaft im Landkreis Donau-Ries für die Menschen in den von schweren Überschwemmungen betroffenen Gebieten Nepals ist groß. Auf einen Spendenaufruf des früheren Landrats Stefan Rößle zugunsten des Vereins Menschenfreude e.V. mit seinem Vorsitzenden Jürgen Perteck sind bislang annähernd 60.000 Euro zusammengekommen. Der Betrag setzt sich aus zahlreichen Einzelspenden zusammen. Jeweils 6.000 Euro für eine komplette Trinkwasserfilteranlage spendeten die PAS Dr. Hammerl GmbH & Co. KG, der Kiwanis-Club Donauwörth und die Rotary-Stiftung Donauwörth. Mit den Spenden können insgesamt zehn Trinkwasserfilteranlagen in Nepal errichtet werden. Sie ermöglichen es, verunreinigtes Wasser aufzubereiten und den Menschen vor Ort wieder Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser zu verschaffen.

„Ich bin tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis Donau-Ries. Dass innerhalb kurzer Zeit fast 60.000 Euro zusammengekommen sind, ist ein großartiges Zeichen der Solidarität“, sagt Jürgen Perteck. Stefan Rößle ergänzt: „Mein besonderer Dank gilt allen Spendern. Jeder gespendete Euro hilft beim Wiederaufbau und schützt ganz konkret die Gesundheit und das Leben der Menschen vor Ort.“

Auch bei der Logistik der Hilfsaktion gibt es Unterstützung: DHL transportierte die Trinkwasserfilteranlagen unentgeltlich nach Kathmandu. Dort steht bereits ein Helferteam von Menschenfreude e.V. bereit. Die Fachleute sollen die Anlagen in Kürze in Abstimmung mit der dortigen Regierung in den betroffenen Gebieten aufbauen und in Betrieb nehmen.

Sauberes Trinkwasser besonders wichtig

Die Folgen der Überschwemmungen sind für die Menschen vor Ort weiterhin verheerend. Durch die Flut wurden Häuser und Infrastruktur zerstört, zahlreiche Menschen starben. Viele Opfer werden noch vermisst oder konnten bislang nicht geborgen werden. Unter den großen Mengen an Schlamm und Geröll werden weiterhin menschliche Überreste und Tierkadaver vermutet.

Verunreinigtes Trinkwasser kann dadurch schnell zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko werden und die Ausbreitung schwerer Krankheiten begünstigen. Nach der Flut droht damit eine weitere Krise: eine gesundheitliche Notlage durch verschmutztes Wasser. Trinkwasseraufbereitungsanlagen können in dieser Situation unmittelbar helfen. „Die zehn Anlagen, die nun mit den Spenden aus dem Landkreis Donau-Ries finanziert werden können, sind deshalb weit mehr als eine technische Einrichtung: Sie schaffen eine wichtige Grundlage für Gesundheit und einen Neuanfang der betroffenen Gemeinden. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, wie groß die Not in den betroffenen Regionen weiterhin ist“, sagt Stefan Rößle. „Die jetzt erreichte Summe ist ein großartiger Erfolg – aber sie könnte auch ein Ansporn sein, die Hilfe fortzusetzen.“

Nächster Schritt: Eine „Schule Donau-Ries“ im Krisengebiet

Die Nepalhilfe soll deshalb nicht mit der Trinkwasserversorgung enden. In einem nächsten Schritt ist vorgesehen, über den von Stefan Rößle gegründeten Verein „1000 Schulen für unsere Welt e.V.“ mit weiteren Spenden eine durch die Katastrophe zerstörte Schule wieder aufzubauen oder – abhängig vom Spendeneingang – eine neue Schule zu errichten. Sollte die Spendenbereitschaft ähnlich hoch sein wie bei den Trinkwasserfilteranlagen, könnte sogar ein neues „Schulzentrum Donau-Ries“ in der Krisenregion entstehen. Die Baukosten in Nepal sind vergleichsweise niedrig.

Nach Möglichkeit soll der Schulbau in derselben Region erfolgen, in der auch die Trinkwasserfilteranlagen errichtet werden. Stefan Rößle erklärt: „Damit könnte die Hilfe aus dem Landkreis Donau-Ries ein besonders nachhaltiges Gesicht bekommen: sauberes Trinkwasser für die Menschen und zugleich eine neue Perspektive für die Kinder und Jugendlichen vor Ort.“

„Wasser und Bildung gehören zusammen. Wenn wir Menschen in einer Katastrophenregion helfen, ist es natürlich wichtig, zunächst die unmittelbare Not zu lindern. Noch nachhaltiger ist es aber, wenn wir auch dazu beitragen können, dass Kinder wieder zur Schule gehen können und Familien eine Perspektive für die Zukunft bekommen“, erläutert Jürgen Perteck. Sein Team soll den Schulbau später vor Ort organisieren und koordinieren.

Über ihre Vereine haben Rößle und Perteck in der Vergangenheit bereits mehrere Schulbauprojekte in Afrika, Südamerika und Nepal umgesetzt. Der Dank der Organisatoren gilt den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Institutionen und Organisationen im Landkreis Donau-Ries, die die Nepalhilfe mit ihren Spenden unterstützt haben. Ebenso bedanken sie sich beim Verein Menschenfreude e.V., dem Helferteam vor Ort und DHL für den kostenlosen Transport der Anlagen. Stefan Rößle zeigt sich zufrieden: „Die Solidarität aus dem Donau-Ries-Kreis ist in Nepal angekommen – und sie kann dort nun ganz konkret Leben verbessern.“

Spenden für den weiteren Schulbau

Wer den Bau einer Schule im Krisengebiet in Nepal unterstützen möchte, kann an den Verein „1000 Schulen für unsere Welt e.V.“ spenden:

Empfänger: 1000 Schulen für unsere Welt e.V.
IBAN: DE12 7229 0100 0007 1000 19
Verwendungszweck: „Nepalhilfe Donau-Ries“

Für eine Spendenbescheinigung sollte zusätzlich die eigene Adresse angegeben werden.

Für Spenden ab 300 Euro stellt der Verein „1000 Schulen für unsere Welt e.V.“ eine Spendenbescheinigung aus. Bei Spenden unter 300 Euro genügt für das Finanzamt in der Regel eine Kopie des Kontoauszugs als Nachweis. (dra)