1. Februar 2017, 13:08

Mit der Schere auf Titeljagd

Stefan Zeitlmann ist stolz auf seine ehemalige Auszubildende Anna-Lena Reißner. (Bilder (3): privat) Bild: DRA
Nächstes Ziel: Meisterprüfung
Das Jahr 2016 dürfte für Anna-Lena Reißner ziemlich unvergesslich gewesen sein. Neben ihrem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Friseurin zog sie schließlich bis in den Bundesentscheid ein, und kämpfte dort um den Titel “Beste Friseurin Deutschlands.
Donauwöth – Bereits mit fünfzehn war für Anna-Lena klar, was sie werden möchte. Nach einem Praktikum im Studio 19 by zeitlmann in Donauwörth beschloss sie, eine Ausbildung zur Friseurin zu machen. Diese absolvierte sie ebenfalls im Studio 19 by zeitlmann im Donauwörther Ried. „Friseurin ist für mich mehr als nur ein Job. Es ist meine Berufung und ich bin wirklich stolz und glücklich soweit gekommen zu sein“, sagt Anna-Lena. An ihrer Arbeitsstelle liebt sie unter anderem die Kreativität, die sie hier ausleben kann. „Mir macht dieser Beruf einfach Spaß“, erzählt Anna-Lena. Das zeigen auch ihre Leistungen. Schon die Zwischenprüfung legte sie mit großem Erfolg ab und entwickelte dabei den Ehrgeiz, die Gesellenprüfung als Innungsbeste der Friseurinnung Nordschwaben abzulegen.
Anna-Lena Reißler bei der Arbeit: Nur drei Stunden Zeit blieb den Teilnehmern am Bundesentscheid. Bild: Anna-Lena Reißler
Als Vertreterin Bayerns beim Bundesentscheid
Im Sommer 2016 stand dann die Gesellenprüfung an. Auch hier bewies Anne-Lena Talent und Ehrgeiz und wurde Innungsbeste. Wie es im Handwerk üblich ist, darf der erste Platz der Innung am Bezirksentscheid teilnehmen. Dieser fand in der Handwerkskammer in Augsburg statt. Die ehemalige Auszubildende von Stefan Zeitlmann wurde Bezirkssiegerin (Schwaben). Für Anna-Lena bedeutete es, dass sie am Landesentscheid (Bayern) teilnehmen durfte. Mit den anderen Bezirkssiegern, sowie den jeweiligen Zweitplatzierten ging es nach Regensburg zum Bayernwettbewerb. Wieder war es eine klare Sache, Anna-Lena stand am Schluss als Landessiegerin ganz oben auf dem Treppchen. Damit war auch klar, dass sie sich für den Bundesentscheid als Vertreterin Bayerns qualifiziert hatte.
Es folgte ein langes Gespräch zwischen Anna-Lena und ihrem Chef Stefan Zeitlmann. „Für mich war sofort klar, dass ich ihr die Möglichkeit geben wollte, sich beim Bundesentscheid bestmöglich zu präsentieren,“ so der Saloninhaber. Es folgten mehrere Wochen hartes Training. In dieser Zeit hatte Sie nur drei Arbeitstage und bis zu vier Trainingstage bei einem Friseurtrainer in Augsburg. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Familie und ihrem Chef. „Während des Trainings habe ich mehrere dutzend Friseurköpfe gebraucht. Diese sind nicht billig, ich konnte aber unglaublich viel lernen, was mir nun auch im Beruf weiterhilft.“
Drei Frisuren in drei Stunden
Drei Frisuren in drei Stunden - das war die Aufgabe beim Bundeswettbewerb. Unser Bild zeigt Ann-Lenas Kreationen und ihre Urkunde. Bild: Privat
Am 17. 10. 2016 war es dann soweit. Während der Fachmesse "Bayern Hair" in Nürnberg stand das Bundesfinale im Friseurhandwerk an. Anna-Lena und ihre zwölf Konkurrentinnen aus den anderem Bundesländern hatten drei Stunden Zeit, um drei Frisuren zu machen. Eine Hochsteckfrisur sowie ein Damen-  und  Herrenhaarschnitt mit Frisur. Das viele Training zahlte sich am Ende aus. Anna-Lena landete auf dem deutschlandweit zweiten Platz und musste sich nur der Siegerin aus Baden-Württemberg geschlagen geben. „Es war eine wirklich tolle Zeit, ich habe so viel gelernt und durfte so viel erleben. Ich würde es jedes Mal wieder tun,“ so die junge Frau, auch wenn während der Trainingszeit viele Hobbys auf der Strecke bleiben mussten.
Während ihres Wegs zum 2. Bundessieger hat sie nicht nur in der regionalen, sondern auch in der überregionalen Presse mehrere Interviews gegeben. „Ich kam im Radio, im Fernsehen und in der Zeitung. Wer kann das schon mit 19 von sich behaupten?“, erzählt Anna-Lena von ihren Erlebnissen. Im  Salon wird sie immer wieder auf ihren Erfolg angesprochen, auch deshalb weil die Hochsteckfrisur am Puppenkopf einen prominenten Platz im Salon hat.
Nächstes Ziel: Meisterprüfung
Ihr Chef Stefan Zeitlmann ist stolz auf seine ehemalige Auszubildende, die nun im Salon in Rain arbeitet und als nächstes vorhat die Meisterprüfung abzulegen. Die Einladung zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft hat sie ausgeschlagen. Aktuell gibt es in den insgesamt sechs Friseursalons von Stefan Zeitlmann 13 Auszubildende. Nachdem vor zwei Jahren die 3. Bundessiegerin aus diesem Unternehmen kam, kann man sich fast sicher sein, dass Sie nicht die letzte Bundesfinalistin aus dem Hause Zeitlmann ist.
Matthias Stark
Matthias Stark , Donau-Ries-Aktuell

Geschäftsführer und Gründer. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenvertrieb. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Katzenliebhaber. Hat ein Faible für antike Holzmöbel. Bringt Tochter und Hund gerne mit ins Büro.

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