28. Juni 2017, 12:52

Im Gespräch mit der neuen Schwäbischen Rosenkönigin

Beim feierlichen Rosenball tritt die neue Schwäbische Rosenköigin Karina Strehle (2. von links) ihr Amt an. Bild: Häfele
Am Samstag, 24.06.2017, trat Karina Strehle beim feierlichen Rosenball ihr Amt als Schwäbische Rosenkönigin an. Was ihre Aufgaben sein werden und auf was sie sich besonders freut, wir haben in einem Kurzinterview nachgefragt:
DRA: Zunächst einmal Gratulation zum Amt der Rosenkönigin. Wie lautet denn ihre offizielle Amtsbezeichnung?
KS: Ich bin Schwäbische Rosenkönigin und repräsentiere den Kreisverband Donauwörth.
DRA: Wie lange dauert Ihre Amtszeit als Rosenkönigin?
KS: Ich werde für die nächsten drei Jahre Rosenkönigin sein.
DRA: Wie kamen Sie dazu, sich um das Amt zu bewerben?
KS: Das war ganz spontan. Zuerst habe ich den Aufruf auf Facebook gesehen, da hat es mich eigentlich schon interessiert. Als ich dann in der Zeitung noch einmal davon gelesen habe, war das für mich wie ein Zeichen. Ich bin gelernte Drogistin und bin gerne in der Natur, deshalb hat mich das Amt interessiert. Schade fand ich dann auch, dass es keine weiteren Bewerberinnen gab. Es ist ein Ehrenamt und ich hätte es traurig gefunden, wenn das Amt nicht besetzt worden wäre und es damit keine Rosenkönigin mehr hier im Kreisverband gegeben hätte.
DRA: Haben Sie durch Ihren Beruf als Drogistin eine besondere Beziehung zur Rose?
KS: Als Drogistin habe ich eine Beziehung zu allen Pflanzen. Die Prüfung zum Beispiel umfasst 40 Heilpflanzen, davon muss man einige erkennen und manche auch ganz genau beschreiben können. Zu meinem Unterricht gehörte auch, dass ich ein Herbarium anlege. Das spezielle Interesse an Rosen kommt eigentlich von meinem Vater. Er hat einen Rosenstrauch, den er hegt und der jedes Jahr wunderbar blüht, einmal sogar drei Mal im Jahr. Das fand ich ganz toll. Im Moment wohne ich in einer Wohnung ohne Garten, nur mit Balkon. Das ist ein bisschen schade, aber einen kleinen Rosenstock für den Balkon habe ich trotzdem schon.
DRA: Was genau sind Ihre Aufgaben als Rosenkönigin?
KS: Ich repräsentiere den Kreisverband, bin also präsent bei verschiedenen Veranstaltungen. Ganz allgemein soll durch solche Präsenzen und Auftritte die Attraktivität der Obst- und Gartenbauvereine weiter gesteigert werden. Ich sehe mich da als Bindeglied gerade zu den jungen Menschen. Ich möchte ihr Interesse an der Natur wecken. Zu meinen Aufgaben gehört speziell als Rosenkönigin natürlich auch, die Pflanze zu vertreten und die Besucher für Rosen zu begeistern.
DRA: Dafür benötigen Sie bestimmt einiges an Wissen zur Rose?
KS: Da werden bestimmt einige Fragen an mich gerichtet werden. Ich habe ein Basiswissen zur Rose, aber ich bin erst 22 Jahre alt und verfüge somit noch nicht über jahrzehntelange Erfahrungen im Umgang mit Rosen. Aber da möchte ich weiter lernen und dann wachse ich noch weiter hinein. Außerdem gibt es immer Neues zu Wissen, denn es verändert sich ja auch immer wieder etwas.
DRA: Wo werden Sie als Rosenkönigin aktiv unterwegs sein?
KS: Mein Einsatzgebiet ist ganz Deutschland und sogar darüber hinaus bis nach Südtirol werde ich reisen. Da bin ich im Herbst bei der Apfelkönigin eingeladen. Das ist ein Termin, auf den ich mich besonders freue.
DRA: Sie haben ja einen Beruf. Werden Sie für die Termine als Rosenkönigin vom Arbeitgeber freigestellt?
KS: Ich habe momentan flexible Arbeitszeiten, da kann ich freie Tage nutzen für Termine als Rosenkönigin. Dennoch muss ich darauf achten, das Gleichgewicht zwischen Beruf und Amt zu halten. Jeden Termin werde ich bestimmt nicht wahrnehmen können, denn die Arbeit kommt an erster Stelle. Die Fahrtkosten muss ich ja auch bedenken. Aber ich werde natürlich versuchen, so viele Termine wie möglich als Rosenkönigin wahrzunehmen.
DRA: Was erwarten Sie von Ihrer Zeit als Rosenkönigin?
KS: Ich hoffe, ganz viele Erfahrungen zu sammeln. Natürlich möchte ich den Kreisverband Donauwörth bestmöglich repräsentieren. Das Amt ist auch eine gute Gelegenheit um Persönlichkeitskompetenzen zu üben, zum Beispiel vor vielen Leuten frei zu sprechen. Außerdem erhoffe ich mir viele tolle Bekanntschaften zu machen und auch die anderen Königinnen kennen zu lernen.
DRA: Welche ist Ihre Lieblingsrose?
KS: Da bin ich ganz offen. Es gibt für mich keine Lieblingsrose, jede ist für sich schön und strahlt etwas anderes aus. Ich habe auch keine bestimmte Lieblingsfarbe bei den Rosen, denn jede Farbe hat eine andere Bedeutung oder einen Bezug zu einem besonderen Erlebnis.
DRA: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg und Freude für Ihre Zeit als Rosenkönigin.