21. März 2017, 08:57

Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“

Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto "Wastewater - Abwasser“. Mit diesem Themenschwerpunkt wollen die Vereinten Nationen auf die besondere Bedeutung einer sicheren und zuverlässigen Aufbereitung von Abwasser aufmerksam machen.
Nördlingen -„Abwasserentsorgung bedeutet Umweltschutz: Mit der Entsorgung von Abwasser aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Gebrauch werden Krankheiten und Seuchen vermieden und die Umwelt geschützt. Von den ersten Kläranlagen des 19. Jahrhundert, mit denen hauptsächlich Epidemien eingedämmt werden konnten, bis zu der Anwendung von hochentwickelten technischen Verfahren in der heutigen Zeit können mittlerweile auch Wertstoffe, Wärme und Energie aus dem Abwasser recycelt und gewonnen werden. Ohne kommunale und industrielle Abwasserentsorgung könnte Trinkwasser – das Lebensmittel Nummer 1 – nicht konstant in guter Qualität zur Verfügung stehen“. Abwasser wird in Deutschland, im Gegensatz zu vielen EU-Staaten, fast flächendeckend mit dem höchsten EU-Reinigungsstandard behandelt.
Medikamentenreste gehören nicht in die Toilette
Die Kläranlagen in Deutschland sind technisch hervorragend ausgerüstet. Allerdings können sie nicht alle Inhaltsstoffe von Medikamenten aus dem Abwasser filtern. Die dafür notwendige Nachrüstung der Anlagen wäre sehr aufwendig und sehr teuer. Einige Wirkstoffe von Medikamenten wurden in den letzten Jahren in Oberflächengewässern wie Bächen, Flüssen oder Seen festgestellt. Für den Menschen sind diese Rückstände nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund der minimalen Konzentrationen nicht gefährlich. „Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollten wir gemeinsam das Möglichste tun, um die Belastung des Wasserkreislaufs so gering wie möglich zu halten. Jede Tablette und jeder Tropfen Arznei, die nicht in die Toilette oder in den Ausguss und damit ins Abwasser gelangen, entlasten unsere Umwelt erheblich“, so Christof Lautner, Werkleiter der Bayerischen Rieswasserversorgung. Mehr zum Grundwasserschutz und über die Bayerische Rieswasserversorgung erfahren Sie unter www.rieswasser.de. (pm)