Maihingen
Am Donnerstag, dem 7. Mai um 19.00 Uhr referiert PD Dr. Roland Färber über das Rätsel der Urbicus-Inschrift von Maihingen, das zu einem wahren Abenteuer wird. Er nimmt das Publikum mit auf eine Spurensuche, die über das Kloster Neresheim bis in die Katakomben von Rom führt. Er erzählt von heiligen Gebeinen, wie sie in der Barockzeit reich geschmückt in zahlreichen süddeutschen Kirchen zur Schau gestellt wurden, und von Maihingen in der Römerzeit.
Am Ortsausgang von Maihingen in Richtung Birkhausen steht ein Denkmal mit der Replik einer römischen Grabinschrift. Ein gewisser Euporos ließ die Inschrift dereinst für seinen verstorbenen Sohn Urbicus anfertigen. Auffällig ist, dass der lateinische Text in griechischen Lettern geschrieben wurde. Auch der griechische Personenname des Vaters Euporos wirft Fragen auf. Hatten er und sein Sohn wirklich als Soldaten am Limes gedient, wie man auf der Informationstafel daneben liest? Aufschlüsse darüber könnte das Original der Inschrift geben. Aber wo befindet sich dieses? Die Antworten gibt der Historiker Dr. Roland Färber in seinem spannenden Vortrag. Der gebürtige Rieser lebt in Munzingen. Er forscht und lehrt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Der Eintritt ist frei und ohne Voranmeldung möglich. (dra)