Handball

HSG Nordschwaben: Neuer Schwung, neue Ziele – Handball-Spielgemeinschaft nimmt erste Hürden im Jugendbereich

Symbolbild Bild: pixabay
Die neugegründete HSG Nordschwaben – hervorgegangen aus den Handballabteilungen des TSV Bäumenheim und des VSC Donauwörth – hat ihre ersten offiziellen Reifeprüfungen im Jugendbereich absolviert.

Sowohl die männliche B-Jugend als auch die gemischte D-Jugend traten bei den regionalen Qualifikationsturnieren an. Neben den Ergebnissen stand vor allem das Zusammenwachsen der Teams im Fokus. 

Das Fazit der Trainer fiel durchweg positiv aus: Einsatzwille und Teamgeist legen ein stabiles Fundament für die anstehende Hallensaison.

mB-Jugend: Wechselbad der Gefühle in der BOL-Qualifikation

Die männliche B-Jugend blickt auf eine sportlich wechselhafte, aber mental wertvolle Turnierserie zur Bezirksoberliga-Qualifikation zurück. Während das Team beim ersten Turnier einen glänzenden Einstand feierte, forderten personelle Engpässe und starke Gegner beim zweiten Auftritt ihren Tribut.

Gegen den späteren Turniersieger HSG Lauingen-Wittislingen fehlte der frisch formierten Truppe noch die Abstimmung, was zu einer 16:21-Niederlage im Derby führte. Die Reaktion folgte prompt: Mit einer kompromisslosen Abwehr dominierte die HSG die DJK Augsburg-Hochzoll beim 32:14-Erfolg nach Belieben. Den Schwung nahm das Team mit in das Duell gegen Eintracht Dachau-Karlsfeld. Dank schnellem Umschaltspiel setzten sich die Nordschwaben klar mit 29:18 durch und sicherten sich Platz zwei in der Gesamtabrechnung des ersten Turniers.

Das zweite Qualifikationsturnier verlief sportlich weniger erfolgreich, spiegelte jedoch den unbändigen Kampfgeist wider. Ersatzgeschwächt landete die Mannschaft am Ende auf dem vierten Platz. Gegen den starken BHC Königsbrunn-Mering hielt die HSG lange mit, musste sich aber mit 19:24 beugen. Auch beim anschließenden 13:18 gegen den ESC Neuaubing reichte eine leidenschaftliche Laufleistung nicht ganz aus. Ein moralisches Ausrufezeichen setzte die Mannschaft im letzten Spiel gegen den TSV Wertingen: Nach einem verschlafenen Start und einem 3:11-Rückstand bewies das Team Charakter, kämpfte sich Punkt für Punkt heran und betrieb beim 11:16 echte Schadensbegrenzung.

D-Jugend: Wichtige Entwicklungsschritte bei den ersten Turnieren

Auch für die gemischte D-Jugend stand die Qualifikationsrunde ganz im Zeichen des Neubeginns. Als neu formierte Mannschaft sammelte das Team an zwei intensiven Spieltagen wertvolle Erfahrungen.

Am 25. April feierte die D-Jugend in Günzburg ihr offizielles Debüt. Im Eröffnungsspiel gegen Augsburg-Hochzoll war die Nervosität spürbar (1:6 zur Pause). In der zweiten Halbzeit legte das Team den Respekt ab und startete eine furiose, wenn auch knapp nicht belohnte Aufholjagd (6:8). Die Belohnung folgte gegen den BHC Königsbrunn 09 II: Trotz erneuten Pausenrückstands bewiesen die jungen Talente Moral, drehten die Partie und feierten mit einem hauchdünnen 11:10 den ersten Sieg der neuen Spielgemeinschaft. In den verbleibenden Begegnungen gegen den SC Vöhringen und den VfL Günzburg gab es trotz guter Ansätze Niederlagen.

Am 9. Mai durfte die D-Jugend vor heimischer Kulisse antreten. Gegen Dinkelscherben zeigten die Kinder ihre wohl beste Leistung und setzten die Trainingsinhalte hervorragend um. Das Spiel ging zwar unglücklich verloren, hinterließ aber positive Eindrücke. Gegen den Top-Favoriten TSV Friedberg folgte eine deutliche Lehrstunde, ehe das Team im letzten Spiel gegen Königsbrunn noch einmal alle Kräfte mobilisierte und in einer hochspannenden Begegnung nur knapp am Sieg vorbeischrammte.

Trotz der ausbleibenden Punkte blickt das Trainergespann Fabian und Marie Köpf hochzufrieden auf die kommende Spielzeit 2026/2027: Die spielerische Entwicklung der Kinder ist unübersehbar und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft im nordschwäbischen Jugendhandball sind gelegt. (dra)