Phishing über Kleinanzeigen
Eine Frau aus dem Raum Wemding bot einen gebrauchten Artikel auf einer Online-Plattform an. Ein vermeintlicher Käufer kontaktierte sie und erfragte unter dem Vorwand einer PayPal-Zahlung ihre E-Mail Adresse. Kurz darauf erhielt die Geschädigte einen Link zur angeblichen Aktivierung der Funktion „Sicher bezahlen“. Gutgläubig gab sie dort persönliche Daten, Fotos ihres Personalausweises sowie ihre IBAN ein und bestätigte den Vorgang per Eingabe einer TAN. Dadurch erlangten die Täter Zugriff auf die Banking-App der Frau und versuchten, eine Umbuchung in Höhe von knapp 2.500 Euro zu autorisieren. Die Geschädigte erkannte den Betrug im letzten Moment und lehnte die Transaktion ab, sodass bislang kein finanzieller Schaden entstand.
Falle über Fake-Shop
Ein Donauwörther wollte im Internet eine österreichische Vignette für 5,90 Euro erwerben und geriet dabei über das Klicken eines Suchmaschinenlinks auf eine gefälschte Website (Fake-Shop). Unmittelbar nach der Eingabe seiner Kreditkartendaten wurde von bislang unbekannten Tätern versucht, einen Betrag von mehr als 1.500 Euro zu belasten. Die unberechtigte Abbuchung konnte glücklicherweise noch rechtzeitig gestoppt werden.
Kreditkarten-Missbrauch
Einem Mann aus dem Raum Kaisheim wurden von seinem Kreditinstitut unberechtigte Abbuchungsversuche auf seiner Kreditkarte gemeldet. Ein unbekannter Täter versuchte in sechs Einzelbeträgen insgesamt rund 70 Euro abzubuchen. Wie der Täter an die Kartendaten kam ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Da die Karte schnell gesperrt wurde, blieb es beim Versuch.
Geldabhebungen mit nachgemachter Karte
Eine Frau aus dem Raum Asbach Bäumenheim erhielt eine Meldung über Bargeldabhebungen mit ihrer Zahlungskarte. Ein bislang unbekannter Täter erlangte auf bislang ungeklärte Weise die sensiblen Daten und hob augenscheinlich mit einem Nachbau der Karte an einem Geldautomaten in Dortmund dreimal unberechtigt Geld ab. Es entstand ein Beuteschaden von knapp 600 Euro.
Betrug auf Online-Vermietungsportal
Ein Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten aus einer Landkreisgemeinde stellte in den vergangenen Tagen mehrere Auffälligkeiten auf der von ihm benutzten Online-Plattform fest. Recherchen ergaben einen Umsatzverlust. Bislang unbekannte Täter hatten eine Schnittstelle zwischen den Kunden und dem Portal gehackt und Daten so manipuliert, dass Übernachtungsgäste augenscheinlich die Rechnungen auf einer betrügerischen Drittplattform beglichen.
Warenbetrug bei Online-Kauf
Ein Mann aus dem Raum Fünfstetten bestellte über ein deutschlandweit führendes Kleinanzeigenportal im Internet ein Elektrokabel für knapp 75 Euro. Nach der Zahlung per Vorkasse erhielt er jedoch den Angaben zufolge lediglich minderwertige Ware zugesandt. Auf Kontaktversuche reagierte der Verkäufer nicht. Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen konnte ein Tatverdächtiger in Niederbayern identifiziert werden. Das Verfahren wurde zuständigkeitshalber an die dortige Polizeiinspektion übergeben.
Die Polizeiinspektion Donauwörth nimmt die anhaltende Häufung an angezeigten Internetdelikten zum Anlass, um erneut eindringlich zu sensibilisieren:
- Geben Sie niemals TAN-Nummern oder Passwörter auf externen Links ein, die Ihnen von Käufern oder Verkäufern zugesendet werden.
- Prüfen Sie Online-Shops vor der Eingabe von Zahlungsdaten genau (z. B. Impressum, ungewöhnliche URLs) und nutzen Sie ausschließlich sichere Zahlungsmethoden oder eine Barzahlung bei persönlicher Übergabe.
- Sollten Sie Unregelmäßigkeiten feststellen, lassen Sie Ihre Karten sofort unter der Rufnummer 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (dra)