Herzstillstand

Im Notfall besser gerüstet: Im Donauwörther Friedhof hängt jetzt ein Defibrillator

Auf dem Foto (von links): Manfred Stahl (Friedhofspflege), Theresa Bauer (Fachbereichsleitung Bürgerservice), Roland Pachner (Friedhofspflege) und Simon Srownal (Amtsleitung Bürgerdienste, Sicherheit und Soziales). Bild: Mirko Zeitler/Stadt Donauwörth
Ein Defibrillator kann im Notfall Leben retten. Ein solches Gerät, das auch Laien sicher und problemlos bedienen können, hängt jetzt im Donauwörther Friedhof.

Bei einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute: Je schneller Hilfe geleistet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Patientin oder der Patient überlebt. Ein Defibrillator, auch AED genannt, kann hier wertvolle Unterstützung leisten. Er ist zwar kein Ersatz für die Herzdruckmassage, die die meisten noch aus ihrem Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein kennen. Aber er kann diese Maßnahme effektiv ergänzen.

Roland Pachner, der als Mitarbeiter in der Donauwörther Friedhofspflege beschäftigt ist, musste am eigenen Leib erfahren, wie wichtig schnelle Hilfe sein kann. Er erlitt im vergangenen Jahr einen folgenschweren Herzinfarkt. Seine Kollegen bemerkten den Vorfall rechtzeitig und handelten genau richtig: Sie begannen die Reanimation. Dieses beherzte Eingreifen rettete Roland Pachner das Leben. Auch er unterstützte deshalb die Anschaffung des neuen Defibrillators nach Kräften und freut sich, dass im Friedhof ab sofort noch effektivere Notfallhilfe möglich ist. Angeschafft wurde der AED im Rahmen der Initiative „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Defibrillatoren im öffentlichen Bereich und der ausgebildeten Helfer zu erhöhen, damit im Notfall so schnell wie möglich geholfen werden kann. Das angeschaffte Gerät entspricht dem neusten Stand der Technik und ist so gestaltet, dass selbst Laien den Defibrillator sicher und ohne jede Vorkenntnis verwenden können. Das Gerät spricht mit dem Anwender und führt Schritt für Schritt in verständlicher Sprache durch die Reanimation. Es analysiert automatisch den Herzrhythmus und löst nur dann aus, wenn es wirklich notwendig ist. Wer Erste Hilfe leistet, kann also jederzeit sicher sein, dass der Defibrillator ausschließlich hilft und keinen Schaden anrichtet.

Der neue Defibrillator ist im Städtischen Friedhof Donauwörth neben den Toiletten an der Wand der Friedhofsbetriebshalle angebracht und rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung sowie der am Friedhof ansässigen Bestattungsdienst Ordemann GmbH wurden im Umgang mit dem Defibrillator geschult. (dra)