Wie bereits berichtet führt die Bundeswehr zwischen dem 26. Oktober und 6. November 2026 im westlichen Bayern und angrenzendem Baden-Württemberg eine Übung durch. Davon ist auch das Donau-Ries betroffen.
Wie die Bundeswehr auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, führt das Hubschraubergeschwader HSG64 aus Laupheim in diesem Zeitraum den Ausbildungsabschnitt PR / MEDEVAC durch. Dabei wird das Aufnahmeverfahren mit Luftfahrzeugen bei Tag und Nacht geübt. In der Luft sind acht Luftfahrzeuge an der Übung beteiligt, am Boden sind zehn Fahrzeuge im Einsatz. Die Personalstärke des Manövers zählt rund 30 Soldatinnen und Soldaten, im Gelände sind zumeist Trupps von vier bis fünf Personen unterwegs.
Für einen reibungslosen Ablauf des Manövers ist eine enge Zusammenarbeit mit den Polizeiinspektionen im Übungsraum vonnöten. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord unserer Redaktion mitteilte, wurden die im Donau-Ries gelegenen Polizeiinspektionen Donauwörth, Nördlingen und Rain bereits mit einem gewissen Vorlauf über die Übung informiert.
Schusswechsel bei Übung im Vorjahr führt zu neuen Vorgehensweisen
Wie wichtig diese enge Absprache ist, zeigt ein Vorfall aus dem Oktober 2025. Im Rahmen der Übung „Marshal Power“ kam es bei Erding zu einem Schusswechsel zwischen Bundeswehr und Polizei, nachdem diese wegen eines Mannes mit Waffen alarmiert worden war. Ein Soldat wurde bei dem Polizeieinsatz leicht verletzt. Um solche Vorfälle bei der anstehenden Übung zu vermeiden, wurde der Fall in Erding laut Polizeipräsidium Schwaben Nord geprüft und die polizeiliche Vorgehensweise bei Bundeswehrübungen entsprechend angepasst. Weitere Angaben wurden von der Polizei nach Absprache mit der Bundeswehr nicht gegeben. Die Bundeswehr beruft sich auf Sicherheits- und Geheimhaltungsgründe.
Auch vonseiten der Bundeswehr sollen nach Aussage des PP Schwaben Nord die festgelegten Prozesse geprüft und optimiert worden sein. Ziel ist demnach ein zeitgerechter und umfassender Informationsaustausch. Je nach Bewertung werden die festgelegten Wege von Soldaten und Bundeswehrfahrzeugen den jeweiligen Polizeiinspektionen mitgeteilt. Zudem sei eine Sensibilisierung der polizeilichen Einsatzkräfte in Bezug auf die Übung erfolgt, teilte das PP Schwaben Nord weiter mit.
Das rät die Polizei der Zivilbevölkerung
Der Zivilbevölkerung empfiehlt die Polizei, ausreichend Abstand zu den eingesetzten Kräften und Fahrzeugen der Bundeswehr zu halten. So soll einerseits sichergestellt werden, dass der Übungsablauf nicht beeinträchtigt und zum anderen die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet wird.
Sollten Bürger auf ungewöhnliche Situationen aufmerksam werden, rät die Polizei, sich in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu verständigen. Die zuständige Polizeiinspektion klärt die Situation dann vor Ort und mit den von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten Informationen ab.