Frauenfußball

Nördlingens Damen belohnen sich spät gegen den FC Augsburg

Frauenfußball Symbolbild Bild: pixabay
Am Samstag empfingen die Damen des TSV Nördlingen den Spitzenreiter FC Augsburg. In einer intensiven und kampfbetonten Partie überzeugten die Rieserinnen mit ihrer Moral.

Entgegen den Erwartungen übernahm die Heimelf von Beginn an das Kommando. Mit enormer Laufbereitschaft und der optimalen Einstellung drängte der TSV den Tabellenführer in die Defensive und erarbeitete sich sehenswerte Tormöglichkeiten. Resi Gnugesser setzte sich nach einem starken Solo über die Außenlinie durch, scheiterte jedoch am Augsburger Keeper. Nur wenig später die nächste Großchance: Wieder war es Gnugesser, die von der Grundlinie mustergültig zurücklegte, doch Sarah Eberhardt verzog. 

Augsburg versuchte, das Spiel über schnelle Konter an sich zu reißen. Doch Nördlingens Schlussfrau Maja Mirkic hielt ihre Farben mit mehreren überragenden Paraden im Spiel. Einziger Wermutstropfen im ersten Durchgang waren zwei verletzungsbedingte Wechsel, die das Team von der Trainerbank zu Umstellungen zwangen. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es schließlich in die Kabinen.

Nackenschlag und später Jubel für Nördlingen

Nach dem Seitenwechsel konnten die Nördlingerinnen den enormen Druck aus der ersten Halbzeit nicht mehr ganz so konstant aufrechterhalten. Die Gäste aus Augsburg wurden druckvoller und kreierten gefährliche Offensivaktionen. In der 69. Spielminute war es  die Stürmerin Viktoria Gajsin, welche nach Ballverlust der Heimelf deren Unordnung nutzte und den FCA mit 1:0 in Führung brachte. Trotz des Rückstands gab sich der TSV Nördlingen keineswegs geschlagen und wollte den Ausgleich erzwingen.

Nördlingens Trainer Dedo Dannemann setzte in der Schlussphase auf die noch leicht angeschlagene Maja Greiner (86.). Diese brachte spürbare Präsenz und Gefahr in den Augsburger Strafraum. Die allerletzte Aktion des Spiels sollte den hochverdienten Lohn bringen: Nach einem Freistoß konnte die FCA-Torhüterin den Ball zunächst nur abprallen lassen. Youngster Yelda Erdogan stand goldrichtig und drückte das Leder zum hochumjubelten 1:1-Endstand über die Linie.

Ein leidenschaftlicher Auftritt der TSV-Damen, der zeigt, dass man an einem guten Tag gegen jeden Gegner in der Liga bestehen kann. (dra)