Eisstockschießen

SV Holzkirchen gelingt der Durchmarsch in die Bayernliga

Von links: Bern Siegfried, Max Jaumann, Marco Draxler, Harald Wagner und Helmut Wagemann vom SV Holzkirchen freuen sich über den direkten Aufstieg. Bild: SV Holzkirchen
Während der SV Nordheim und der VSC Donauwörth die Bezirksoberliga im Winter halten konnten, gelang dem SV Holzkirchen der direkte Durchmarsch in die Bayernliga. Insgesamt gingen 22 Mannschaften an den Start.

Erstmals starteten gleich drei Teams aus dem Landkreis in der Bezirksoberliga Schwaben auf Eis. Die Meisterschaft mit insgesamt 22 Mannschaften wurde an zwei Tagen in den Eisstadien von Bad Wörishofen und Landsberg ausgetragen. Der VSC war dort in den vergangenen zehn Jahren bereits mehrfach vertreten und konnte die Liga bislang stets souverän halten.

Doch das Quartett um Achim Schreiber, Leonhard Kempter, Peter Stampfer und Gerald Zajitschek ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Mit einem Durchschnittsalter von beinahe 63 Jahren tat sich das Team diesmal äußerst schwer, erneut den Klassenerhalt zu sichern. Zu keinem Zeitpunkt konnte man an die Leistung vom Buchloer Turnier Anfang Januar anknüpfen, bei dem man bei starker Konkurrenz noch den dritten Rang belegte. Am ersten Wettkampftag platzierte sich der VSC mit 8:14 Punkten und Rang 16 gerade noch über dem Abstiegsstrich.

Besonders bitter: Der erste VSC-Schütze war an beiden Wettkampftagen gesundheitlich angeschlagen. Zwei Wochen später, am zweiten Wettbewerbstag in Landsberg, zeigte das Team phasenweise eine desolate Leistung und lag vor dem letzten Spiel mit 13:27 Punkten auf dem vorletzten Platz. Im abschließenden Duell gegen das starke Team aus Unter-/Oberbrunn steigerte sich der VSC jedoch deutlich und sicherte sich in einem wahren Krimi mit dem letzten Schuss die entscheidenden Punkte zum Klassenerhalt. Mit 15:27 Punkten belegte man schließlich Rang 17 und muss den Abstieg nicht fürchten.

SV Nordheim: Beachtliche Leistung nach dem Aufstieg

Der SV Nordheim mit den Schützen Matthias Oestreicher, Stefan Dietenhauser, Thomas Wirthensohn, Alexander Eipel, Christoph Lange und Fabian Müller startete erstmals in der Bezirksoberliga. Als Aufsteiger schlug sich das Team mit Rang 10 und 23:19 Punkten mehr als achtbar und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun – im Gegenteil. Trotz einiger schwächerer Spiele zeigte sich noch deutliches Entwicklungspotenzial. Die Bilanz an den beiden Wettkampftagen lautete 12:10 und 11:9 Punkte.

Ebenfalls erstmals in der Bezirksoberliga trat der SV Holzkirchen an. Entsprechend gespannt durfte man sein, wie sich das Quartett um Teamkapitän Marco Draxler schlagen würde. Bereits in den Vorbereitungsturnieren hatten die Rieser aufhorchen lassen.

Am ersten Tag in Bad Wörishofen belegte man mit 12:10 Punkten zunächst Rang 10. Allerdings zog sich Draxler eine Zerrung im Oberschenkel zu und musste vor den letzten vier Spielen von Position vier auf die Moar-Position wechseln. Mit einer schnelleren Platte versuchte er, möglichst nahe an die Daube zu kommen und den gegnerischen ersten Schützen früh zum Schuss zu zwingen. Die taktische Umstellung zeigte Wirkung, und das Team holte noch 5:3 Punkte.

Holzkirchen belegt Platz 3 und steigt damit auf

Für den zweiten Wettkampftag in Landsberg reiste vorsorglich Helmut Wagemann als fünfter Schütze mit. Dort spielten die Holzkirchner ihr volles Können aus: Mit acht Siegen und zwei Unentschieden überzeugten Moar Harald Wagner, Max Jaumann als erster, Bernd Siegfried als zweiter sowie Marco Draxler als Schlussschütze. Mit dieser Spitzenleistung arbeitete sich der SV Holzkirchen noch auf Rang drei vor, der zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigt. Damit ist erstmals ein Team aus dem Landkreis in die dritthöchste Spielklasse aufgestiegen.

Den Meistertitel sicherte sich der TSV Kühbach II mit 35:7 Punkten vor dem EC Augsburg (mit dem Donauwörther Dieter Leinauer) mit 30:12 Punkten. Ebenfalls auf 30:12 Zähler kam der SV Holzkirchen.