8. Oktober 2018, 13:38

FDP bereitet sich auf den Wiedereinzug ins Maximilianeum vor

Bild: Mark Tanner
Am 04. Oktober 2018 trafen sich die liberalen Landtagskandidaten Karlheinz Faller und Mark Tanner im Donauwörther „Goldenen Hirsch“ mit den FDP-Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae und 
Donauwörth - Eine gute Woche vor den Bayerischen Landtagswahlen hatte die FDP in Donauwörth den Finanzexperten der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, Dr. Florian Toncar, ins Donau-Ries eingeladen. Der Stimmkreiskandidat für den Landtag Dr. Mark Tanner kritisierte als niedergelassener Arzt den zunehmenden Bürokratismus im Gesundheitswesen.
Höchst qualifizierten Leistungserbringern im Gesundheitswesen komme immer mehr Zeit für den Patienten durch den bürokratischen Aufwand, zuletzt z.B. durch die Datenschutzgrundverordnung, abhanden. Der Bildungsexperte und Spitzenkandidat der FDP Schwaben für den Landtag, Karlheinz Faller, brach eine Lanze für mehr Selbstbestimmung der Schulen: "Auch Schulen haben höchst unterschiedliche Bedürfnisse und sollten deshalb auch mehr Freiheiten bezüglich Personalauswahl, baulichen Maßnahmen und technischer Ausstattung erhalten." Der Hauptredner des Abends war der finanzpolitische Sprecher und parlamentarische Geschäftsführer der FDPBundestagsfraktion Dr. Florian Toncar.
Toncar wies darauf hin, dass Deutschland und auch Bayern in den letzten Jahren bei vielen wichtigen Standortfaktoren in der Wirtschaft zurückgefallen seien. "Deutschland und Bayern sind weder Spitze in der Verfügbarkeit von Glasfasernetzen, noch in der Unternehmensbesteuerung, leider auch nicht in der Verfügbarkeit von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt und auch nicht bei der Sicherheit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung. Wir ruhen uns zu sehr auf den Errungenschaften der Vergangenheit aus und zehren derzeit von der Substanz", so Toncar. Insbesondere unter Markus Söder habe die Ausgabenpolitik ein geradezu unmoralisches Maß an Wahlversprechungen für praktisch jede Wählergruppe erreicht. Die Dramatik liege darin, dass es sich hierbei zumeist um konsumptive Ausgaben handele; Zukunftsinvestitionen würden kaum getätigt.
Der Bezirksvorsitzende der FDP Schwaben und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion der Freien Demokraten im Bundestag Stephan Thomae wies darauf hin, dass es bei den Landtags- und Bezirkstagswahlen darauf ankomme, mit allen vier Stimmen FDP zu wählen. Die Liberalen liegen in den Umfragen stabil über fünf Prozent, weshalb sich kein Wähler darüber Gedanken machen müsse, dass seine Stimme verloren ginge. (pm)