13. Dezember 2016, 17:32

Gut besuchter Themenabend mit der Drogenbeauftragten Marlene Mortler

Bild: Tobias Eska


Mit dem Ende November in Kraft getretenen Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) ist ein großer Schritt im Kampf gegen sogenannte Legal Highs gelungen. Diese psychoaktiven Substanzen wurden bislang
Mit dem Ende November in Kraft getretenen Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) ist ein großer Schritt im Kampf gegen sogenannte Legal Highs gelungen. Diese psychoaktiven Substanzen wurden bislang als harmlos klingende Kräutermischungen oder Badesalze verkauft, hatten als Rauschmittel aber teilweise sogar psychotische und tödliche Wirkung.


Harburg - Da der Kampf gegen neumodische, aber auch gegen altbekannte Drogen weiterhin ein wichtiger Punkt in politischer, polizeilicher und pädagogischer Arbeit ist, hatten durch Vermittlung von MdB Ulrich Lange der CSU-Ortsverband Harburg, der CSU-Kreisverband Donau-Ries, der Regionalarbeitskreis „Polizei und Innere Sicherheit“ (POL) Nordschwaben sowie der CSU-Arbeitskreis „Schule, Bildung, Sport“ (AKS) Donau-Ries die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, MdB Marlene Mortler, nach Ebermergen eingeladen. Zu diesem aktuellen und interessanten Themenabend war eine Vielzahl von Gästen erschienen. Sowohl der Harburger CSU-Ortsvorsitzende Wolfgang Stolz als auch die AKS-Kreisvorsitzende Maximiliane Böckh machten in ihren Grußworten die große Gefahr der Legal Highs deutlich, die inzwischen einen großen Bestandteil der Arbeit der Drogenbeauftragten ausmachen.
Cannabis wird noch immer verharmlost

Ganz grundsätzlich wies Marlene Mortler darauf hin, dass für sie „der Mensch und die Gesundheit des Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht Ideologien“. Deswegen gelte ihr Kampf allen legalen wie illegalen Drogen bzw. Abhängigkeiten; Alkohol und Tabak seien da ebenso wenig ausgenommen wie die Online-Sucht. Dennoch habe in den vergangenen Jahren gerade der Handel von psychoaktiven Substanzen und Cannabis vor allem über das Internet bzw. das Darknet deutlich zugenommen. Letzteres werde immer noch gerne verharmlost, obwohl Cannabis gerade für Heranwachsende und Jugendliche extrem schädlich sei, auch wenn seine medizinische Wirkung z.B. in der Schmerztherapie oder bei chronischen Krankheiten nicht von der Hand zu weisen sei.„Mit dem NpSG haben wir echtes Neuland betreten, was sich aber definitiv gelohnt hat“, erklärte die Drogenbeauftragte zudem. Denn die ständig neu auf den Markt kommenden Substanzen hätten mit den alten Richtlinien kaum eingedämmt werden können. Neben den Legal Highs sei auch Crystal Meth eine moderne Droge mit unübersehbaren Folgen, die gerade im Grenzgebiet zu Tschechien viel konsumiert werde.

Um in Deutschland weiterhin erfolgreich gegen Drogen vorgehen zu können, setze Mortler weiterhin auf das bewährte Vier-Säulenmodell, bestehend aus Verfügbarkeitseinschränkung, strafrechtlicher Verfolgung, aber auch Prävention und Behandlung. Vor allem die frühzeitige Aufklärung liege ihr sehr am Herzen. Durch die anschließende Diskussion führte POL-Regionalvorsitzender Udo Dreher, bevor MdB Ulrich Lange MdB Marlene Mortler für ihr Kommen, aber vor allem für ihre Arbeit dankte. (pm)