12. Januar 2018, 10:44

Duell der Wasserburg-Besieger

Immer für eine besonders spektakuläre Aktion gut: die kanadische Nationalspielerin Samantha Hill . Bild: Falko Priebusch
Schon eine äußerst kuriose Situation. Zwei Mal hat der Serienmeister und Branchenprimus Wasserburg in dieser Saison verloren und beide Wasserburg-Besieger sind aus Bayern. Am Samstag Abend treffen mit den TH Wohnbau Angels und den Bad Aibling Fireballs eben diese beiden Teams aufeinander und spielen quasi um das bayerische Krönchen.
Nördlingen - Während die Rückrunde und das neue Jahr in den Augen der Nördlinger Basketballfans bisher alles andere als optimal laufen, sind die Fireballs gerade dabei, sich an ihre Position im oberen Teil der Tabelle zu gewöhnen. Mag es auf den ersten Blick vielleicht nicht so erscheinen, trifft man am Wochenende doch auf eine Mannschaft, mit der man einige Gemeinsamkeiten teilt. Auch in ihrer Heimstärke gleichen die Mädels von der Mangfall den Rieserinnen und mussten ebenfalls nur eine einzige Niederlage in eigener Halle hinnehmen.
Im Gegensatz zu den Damen aus dem Donau-Ries, sind ihre Gegnerinnen in dieser Woche der Doppelbelastung von zwei Ligaspielen ausgesetzt. Die Partie am Mittwoch Abend gegen den Herner TC mussten die Fireballs in dieser Woche bereits verloren geben. Eine Niederlage, die sicherlich ärgerlich ist, zumal das Spiel lange spannend und hart umkämpft war. Vor allem im Hinblick auf die begrenzten Rotationsmöglichkeiten, die sich Trainer Milos Kandzic bieten, könnte das ein kleiner Vorteil für die Rieserinnen sein. Kandzic spielt meist mit einer Rotation von lediglich sechs Spielerinnen, was zwar kraftraubend ist, aber dem Team auch sehr viel Kompaktheit und Rhythmus gibt. So unglücklich das Ausscheiden aus dem Pokal also auch sein mag, gereicht es in dieser Woche eventuell zum Vorteil, konnte doch das für Mittwoch angesetzte Spiel der Angels gegen Saarlouis aufs Wochenende vorgezogen werden.
Ansonsten sind wohl eher wenig Vorzeichen auf einen Nördlinger Sieg zu finden. Im Hinspiel konnte zwar nach einem überragenden letzten Viertel, in dem eine spektakuläre Aufholjagd stattfand, ein 69:61-Sieg erkämpft werden, allerdings reisten die Bad Aiblinger Damen im Oktober auch ohne ihre Topscorerin Sherbert an und nahmen im gesamten Spielverlauf nicht eine Auswechslung vor. Lindsey Sherbert zählt zu den zuverlässigsten Punktelieferantinnen der Liga und zeichnet sich besonders durch ihre variable Spielweise aus. Mit ihren 1,84m ist sie nicht nur in der Lage unter dem Korb zu scoren, sie ist vor allem eine überaus gefährliche Dreierschützin und versenkt die Bälle mit einer traumhaften Quote von 48%. Überflüssig zu betonen, dass es nicht lohnt, sie mit Fouls zu stoppen, denn auch ihre Freiwürfe finden mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% ihren Weg in den Korb. Spielmacherin der Oberbayern ist die Französin Cyrielle Recoura und als einzige Deutsche unter den sechs Stammspielerinnen ist die ehemalige Bambergerin Alina Hartmann zu nennen.
Nachdem die Flaute auf Seiten der BG nun schon eine Weile anhält, ist es im Hinblick auf die Doppelbelastung ihrer Gegnerinnen sicherlich eine gute Möglichkeit mit viel Druck und Energie gegen diese vorzugehen. Dass man in der Lage ist auch gegen vermeintlich starke Teams zu gewinnen, wurde bereits zur Genüge bewiesen und so wollen die Angels mit Selbstbewusstsein in die Erfolgsspur zurückfinden. Das Match der bayerischen Wasserburgbesieger steigt im stimmungsvollen Firedome am Samstag um 19 Uhr. (pm)