10. August 2020, 11:00

Spatenstich für neuen Ofen im Zementwerk Harburg gesetzt

„Märker 2030“, Aquarell von Wolfgang Balzer Bild: Wolfgang Balzer
Die Märker-Gruppe investiert über 100 Millionen Euro in den Neubau des Zementofens und eine zukunftsweisende Abgasreinigungstechnik. Die Inbetriebnahme des neuen Ofen 8 ist für 2022 geplant.

Nachdem die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn vom Landratsamt Donau-Ries erteilt worden ist, vollzog die Märker-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Donau-Ries Stefan Rößle und dem 2. Bürgermeister der Stadt Harburg Werner Heller am Donnerstag, den 6. August 2020, den symbolischen ersten Spatenstich zu den Gründungsarbeiten und dem Betonhochbau. Dabei handelt es sich unter anderem um das Setzen von 200 circa 20 Meter langen Bohrpfählen zur Befestigung des Untergrunds.

Der Neubau des Ofens 8 soll die circa 50 Jahre alte bestehende Ofenanlage ersetzen. Sie wurde durch permanente Instandhaltung und Investitionen immer auf einem sehr guten Niveau gehalten. Mit dem Ofen 8 auf dem neuesten Stand der Technik wird über die gesetzlichen Anforderungen allerdings noch hinausgegangen. Die Produktionskapazität ändert sich durch den neuen Ofen nicht. Ziel ist somit – neben der Sicherung des Standorts Harburg – vor allem die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes. Mit dem neuen Ofen werden bei gleichbleibender Produktionsmenge die Klimabilanz des Werkes verbessert sowie wertvolle Ressourcen geschont. Der moderne Ofen weist einen deutlich geringeren Brennstoffenergiebedarf auf, der brennstoffbedingte CO2-Ausstoß kann um etwa ein Viertel, circa 60.000 Tonnen, reduziert werden. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Ausstoß der Ölheizung von 15.000 Privathaushalten.

Abgasreinigung mittels SCR-Technologie (Katalysator)

Auch bei anderen Emissionen wird es deutliche Verbesserungen geben. Die Märker-Gruppe investiert in eine innovative Abgasreinigungstechnologie. Die Geschäftsführung erklärt: "Durch den Einsatz modernster Technik können wir die geltenden – sehr niedrigen – gesetzlich geforderten Grenzwerte zuverlässig noch unterschreiten“.

In der Kommunikation setzt das Unternehmen auf 100-prozentige Transparenz. Die Märker-Gruppe möchte mit allen Anspruchsgruppen und vor allem den Anwohnern über die gesamte Projektdauer hinweg in einen vertrauensvollen Dialog treten. Damit sich alle Interessierten bereits heute eine Vorstellung der Ansicht auf das Zementwerk Harburg nach Inbetriebnahme des Ofen 8 und Fertigstellung des Sichtschutzwalls machen können, hat der Nördlinger Künstler Wolfgang Balzer auf Basis der Planungsunterlagen das Aquarell „Märker 2030“ angefertigt.

Jederzeit können Interessierte sich umfassend über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen und den Baufortschritt unter www.maerker-gruppe.de informieren. Das Besucherzentrum ist coronabedingt leider noch geschlossen, aber virtuell geöffnet. (pm)