4. Dezember 2019, 08:52

Was haben Tagträumen und Mußezeit mit Kreativität zu tun?

Von links: Dirk Frowein (Die Raumgeber), Manuela Jenewein (TCW), Elisabeth Schmid (Die Raumgeber), Michael Heilig (BVMW) Bild: Andrea Wöger
Die Referentin Elisabeth Schmid erzählte am Vortragsabend von BVMW und TCW, warum eine Zeit augenscheinlichen Nichts-Tuns etwas ganz anderes sein kann als verlorene Zeit. Ohne Muße keine Zukunft, so ihr Credo.

Die gute Nachricht: Die Muße steht vor einer Renaissance. Wir alle brauchen immer wieder Auszeiten vom permanenten Getriebensein, sonst leiden nicht nur Fantasie und Kreativität, sondern auch unsere sozialen Beziehungen und letztlich unsere Gesundheit.

Die Referentin des Abends, Elisabeth Schmid von „Die Raumgeber“ sah sich einer gespannten und zahlreichen Zuhörerschaft gegenüber, denn das angekündigte Thema brennt wohl vielen unter den Nägeln. Sie erklärte, warum eine Zeit augenscheinlichen Nichts-Tuns etwas ganz anderes sein kann als verlorene Zeit. Ausgehend von Beispielen aus der eigenen Erfahrung führte sie geschickt zum Kern ihrer Aussage. Schmid, die seit über 25 Jahren als Speakerin, Moderatorin und Sängerin tätig ist, berät vor allem Vertriebs- und Führungskräfte sowie Vertriebs- und Fachkräfte und ist auch im Stressmanagement tätig. „Ohne Muße keine Zukunft“, so ihr Credo. Ihren Vortrag machte sie mit Beispielen aus der Geschichte lebendig, so weiß man, dass z.B. Newton die Erleuchtung zu seiner Gravitationstheorie kam, als er im heimischen Obstgarten versonnen einen Apfel anschaute. Elisabeth Schmid spannte den Bogen von der individuellen Ebene mit Themen wie Einsamkeit, Stressbelastung und Überforderung zur gesellschaftlichen Ebene und machte deutlich, wie es in der Vergangenheit möglich war, dass hochentwickelte Kulturen ganz plötzlich von der Bildfläche verschwinden konnten. Am Modell der Überlebens-Energie im Gegensatz zur Kreativ-Energie erfuhren die Teilnehmer, wie der Instinkt unser Alltagsleben beeinflusst und wie wir über unsere Intuition wieder zu Inspiration und Innovation finden können. 

„Jeder braucht die Windstille der Seele“, sagte Michael Heilig mit Überzeugung in seiner Einführung. Die Veranstaltung, die von Frau Manuela Jenewein vom Weiterbildungszentrum Donau-Ries Nördlingen zusammen mit Michael Heilig, hiesiger Leiter des Kreisverbandes des BVMW (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft), organisiert wurde, machte klar, dass Muße die Mutter aller Kreativität ist. Die Zuhörer im vollbesetzten Vortragssaal durften an einem dreiminütigen Break auch an sich selbst testen, wie und ob „abschalten“ funktioniert.

Der anregende, kurzweilige Abend diente nicht nur der Information und Weiterbildung, sondern auch dem gemeinsamen Austausch und machte bei den anschließenden Gesprächen unter den Teilnehmern*innen deutlich: Es gibt immer Gesprächsbedarf!

Manuela Jenewein bedankte sich zum Abschluss bei den zahlreichen Zuhörern und der Referentin des Abends, Frau Elisabeth Schmid. „Vielen Dank für die interessanten Einblicke und Tipps. Durch Ihren Vortrag haben Sie beim Publikum ein Bewusstsein geschaffen, wie wichtig Pausen und Auszeiten für die Kreativität und die Gesundheit sind. Es freut uns, dass unsere kostenfreie Vortragsreihe so gut angenommen wird.“

 Elisabeth Schmid ist Geschäftsführerin der Wertinger Unternehmensberatung Die Raumgeber GmbH & Co. KG.

Das Technologie Centrum Westbayern GmbH ist ein Technologie- und Gründerzentrum sowie ein Weiterbildungszentrum in Nördlingen. (pm) 

Der BVMW ist die größte, freiwillig organisierte und branchenübergreifende und parteipolitisch-neutrale Interessenvereinigung des deutschen Mittelstands in Deutschland. Er vertritt kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige. 99,6 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind Mittelstand. (pm)