Bereits seit Ende 2025 wird im Riedlinger Gewerbegebiet fleißig gearbeitet, um dort die ersten Voraussetzungen für den Bau des neuen Mobilitätszentrums von Auto König zu schaffen. Mittlerweile hat sich auf dem rund 22.500 Quadratmetern großen Gelände zwischen Dekra und der Mondelez-Produktion in der Joseph-Gänsler-Straße Straße bereits einiges getan. Am heutigen Freitagnachmittag fand vor Ort der offizielle Spatenstich zum Neubau statt, der laut Unternehmen wohl im mittleren zweistelligen Millionenbereich kosten wird. Die Idee, hier ein neues Autohaus zu bauen, geht dabei bereits einige Jahre zurück. So hat das Unternehmen die Ackerflächen vor Corona - sprich bereits vor 2020 - erworben.
Spatenstich für neues Mobilitätszentrum in Donauwörth
Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Autohausgruppe Auto König am Freitagnachmittag den Startschuss für das größte Bauprojekte ihrer Unternehmensgeschichte gegeben. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie beteiligte Planungs- und Bauunternehmen waren im Riedlinger Gewerbegebiet vor Ort, um den Baubeginn des neuen Mobilitätszentrums zu feiern. Geschäftsleiter Hans-Jürgen Hauber sprach in seiner Begrüßung von einem „historischen Moment“ für das familiengeführte Unternehmen. In der mittlerweile 95-jährigen Firmengeschichte handle es sich um die größte Investition in die Zukunft des Betriebs. Nach mehreren Jahren Planung, Umplanung und Anpassungen – unter anderem durch Veränderungen in der Automobilbranche – sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, das Projekt umzusetzen.
Investition in Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien
Hauber betonte, dass der Neubau vor allem ein klares Bekenntnis zum Standort darstelle. Ziel sei es, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und zusätzliche Stellen zu schaffen. Zum Einzug in das neue Gebäude rechnet das Unternehmen mit rund 60 Beschäftigten, perspektivisch sollen weitere zehn bis fünfzehn Arbeitsplätze entstehen. Das neue Mobilitätszentrum wird als modulares Autohaus konzipiert und dadurch flexible Erweiterungsmöglichkeiten bieten. Neben modernen Werkstattflächen mit innovativer Hebetechnik entsteht eine große Verkaufshalle. Zudem wird das Markenportfolio deutlich erweitert: Neben Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns sollen künftig auch Modelle der Hersteller BYD und Hyundai angeboten werden.
Politik würdigt Investition und Standortbekenntnis
Die stellvertretende Landrätin Claudia Marb betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Investition für den Wirtschaftsstandort Landkreis Donau-Ries. Sie überbrachte zugleich Grüße des scheidenden Landrats Stefan Rößle und hob hervor, dass gerade familiengeführte mittelständische Unternehmen eine zentrale Rolle für Beschäftigung und Wohlstand in der Region spielen. Besonders positiv bewertete sie, dass Planung und Bau überwiegend von regionalen Firmen umgesetzt werden und damit zusätzliche Wertschöpfung im Landkreis bleibt.
Auch Oberbürgermeister Jürgen Sorré bezeichnete den Spatenstich als wichtigen Tag für die Stadt Donauwörth. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei eine Investition dieser Größenordnung ein starkes Signal und ein klares Bekenntnis zum Standort. Sorré erinnerte daran, dass das Projekt bereits eine längere Entwicklung durchlaufen habe und sich durch Veränderungen in der Automobilbranche immer wieder angepasst werden musste. "Umso erfreulicher ist es, dass das Mobilitätszentrum nun realisiert wird. Als Stadt werden wir das Bauprojekt weiterhin konstruktiv begleiten und wünsche einen reibungslosen Verlauf bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2027", so Sorré.
Fertigstellung bereits 2027 geplant
Aktuell laufen die vorbereitenden Erd- und Fundamentarbeiten. In den kommenden Monaten folgen Rohbau und technische Ausbauten. Nach Angaben des Unternehmens ist die Fertigstellung des neuen Mobilitätszentrums für Mitte 2027 vorgesehen. Dann soll am Standort ein modernes Multimarken-Autohaus entstehen, das Service-, Verkaufs- und Mobilitätsangebote unter einem Dach bündelt.